Donnerstag, Mai 28, 2009

Wetterkamera

Nach einigen vergeblichen Versuchen eine funktionierende und vor allem videosendende Webcam zu installieren ist nun geglückt. Ab sofort könnt ihr aus unserem Gästezimmer live in Richtung Deutschland sehen.

Dazu einfach hier klicken

Wetterkamera

viel Spass

Frank

Sonntag, Mai 17, 2009

Bubbelgum und Mamma Mia

Es war wieder soweit,die jährliche Schulaufführung unter dem Oberbegriff "Bubbelgum" stand auf dem Stundenplan der Schule.

Dieses Jahr unter dem Motto des schwedischen Musicals "Mamma mia" von Abba.

Grundlage der Geschichte war "Sofie" die heiratet und gern ihren Vater einladen will.Allerdings weiß sie nicht wer ihr Vater ist.Sie findet das Tagebuch der Mutter und stellt fest das gleich drei Männer in Frage kommen könnten.
Somit läd sie alle drei ein um heraustzufinden wer ihr Vater ist. Zur Überraschung der Mutter.

Vor der eigendlichen Veranstalung wurde wie bei fast allen schwedischen Veranstaltungen eine Lotterie veranstaltet,sprich man kann Loose ziehen.Eine der Lieblingsbeschäftigungen der Schweden.Von dem Erlös wird dann ein Schulausflug organisiert. Natürlich durfete auch die Kaffeefika nicht fehlen. (was würden die Schweden nur ohne Kaffee machen)
Alle Kinder der Schule von der Vorschulklasse bis zur 5.Klasse haben mitgewirkt,das der Abend ein musikalischer Höhepunkt wird.


Maeva stand dieses Mal als Moteratorin auf der Bühne.Sie hat durch den Abend geführt.Allerdings hat einer die Kleiderordnung für den Abend etwas falsch verstanden.


Es wurden so bekannte Lieder wie Mamma Mia.....


...Dancing Queen....



...und Waterloo gesungen.

Zum guten Ende der Geschichte hat dann nicht Sofie geheiratet,sondern ihre Mutter.


Alle Eltern waren sehr zufrieden mit ihren Kindern und haben fleißt applaudiert. Es war wieder eine rundum gelungene Veranstaltung und bei dem ein oder anderen sind bei diesen Liedern bestimmt die wilden Jugendzeiten zurück ins Gedächtnis gerufen worden.
Schön ist einfach immer wieder das trotz Schulpläne und igendwelchen Studien sich die Zeit genommen wird um auch mal aus dem Schulalltag auszubrechen. Und dafür u.a. lieben wir Schweden.
















Samstag, Mai 02, 2009

Lang lang ist`s her.

Hallo liebe Leser. Nach über einem Jahr Abstinenz ist es wirklich mal an der Zeit das ich ( Frank ) mich mal wieder schriftlich zu Wort melde.
Im Jahr 2008 hat Miriam den Blog gepflegt. Wir hatten gesagt, das wir diese Aufgabe teilen wollen. Mein 2008 war wirklich Abwechslungsreich.

Fangen wir an im Sommer 08. Vor den großen Ferien haben wir bei Volvo jede Möglichkeit genutzt um Überstunden zu machen. Das war teilweise schon an der Grenze des Arbeitsgesetztes. Dann nach den Ferien aus heiterem Himmel ein Auftragsrückgang von über 60%. Hurra. Hier kommt die Konjunkturkrise. Ganz plötzlich fragten die Abteilungsleiter ob man nicht die Überstunden abfeiern wolle. Nach weiteren 2 Wochen weitere Rückgänge und die ersten Konsequenzen in anderen Abteilungen ( in unserer war lediglich eine Person betroffen )
Alle Leiharbeiter wurden entlassen. Dann die Leute deren Vertrag bis September ging usw.
Anfang Oktober dann die Nachricht, das evtl. alle die keinen festen Arbeitsvertrag haben zum 23. Dezember gehen müssen, würde sich die Krise weiter so gestalten wie bisher.
Mitte Dezember die ernüchternde Nachricht, alle Zeitvertragsangestellten müssen gehen.

Somit hatte ich meinen letzten Arbeitstag bei Volvo wie 680 andere Personen am 23 Dezember.
Frohe Weihnachten!!

Im Januar mal umgesehen nach einer neuen Möglichkeit. Skaraborg ( unsere Region) hat es in Schweden am härtesten getroffen, ist doch hier die meiste Industrie ansässig. Knapp 30.000 neue Arbeitslose innerhalb von 3,5 Monaten. Die Internetseiten der Arbeitsvermittlungen sind leer.
Ich, positiv wie immer, denke mir : Nun ja, warten wir mal 2 Monate ab, es wird sich schon was tun. Einige Spass-Bewerbungen ( z.B. bei einer nahegelenenen Freizeitanlage als Angelguide )
Dann spiele ich mehr und mehr mit dem Gedanken einen Job in Norwegen zu suchen. Dort ist Fachpersonal dringend gesucht. Und aufgrund der hohen Ölvorkommen hat es Norwegen nicht im geringsten getroffen in der Krise. Einige erste Informationen gesammelt und mit Vertretern von EURES ( Länderübergreifendes Arbeitsamt ) Kontakt aufgenommen.
Ich hatte mir das Ziel gesetzt, bis Ostern zu warten und dann richtig aktiv zu werden, hatte ich doch eine schriftliche Zusage des Chefs bei Volvo, das ich zurück kommen kann, sollte sich was tun.

Ein neuer Gedanke. Ich werde ja immer wieder von Leuten angerufen, die Problemchen mit ihrem Computer haben. Warum nicht eine eigene Firma gründen?. Mal erkundigt, wie es mit staatlichen Beiträgen, steuerlichen Vorraussetzungen usw. aussieht. Beiträge: Null. Der Rest gar nicht mal soooo schlecht. Einer meiner "Kunden" ist Steuerberater. Er schlägt vor mir für die bisher entgegengebrachte schnelle Hilfe mit Steuerrechtlichen Dingen zu helfen.

Drei Tage später kommt es dann ( Miriam vermutet mittlerweile eine höhere Macht dahinter) mal wieder ganz anders als ich dachte. Mein längster Kunde Hakan spricht mich an ob ich mal eben seinen Computer reparieren kann. Ich fahr zu ihm, und tu wie mir geheißen. Beim Plausch während einer Installation sagt er das die Handwerker die seit längerem bei ihm arbeiten allesamt ein Problem mit der Ordnung hätten. Ich frag ihn ob er Interesse hätte "Deutsche" Ordnung und Struktur zu haben. Er sagt: warum nicht, Du hast ja momentan Zeit.

OK. Ich also Tags drauf zu ihm. Chaos! Absolutes Chaos. Kein Raum seiner Gebäude ( ausser Wohnhaus) kann durchgangen werden ohne über etwas klettern zu müssen, oder ohne irgendwo drunter herzukriechen. Wow, ist das heftig. Ich also erstmal einen Schlachtplan gemacht und mich der Schreinerei gewidmet. Hier alles Haarklein zu erzählen wäre echt zu viel des Guten. Nur so viel. Es war nicht einfach da Ordnung reinzubringen.
Nach einer Woche, es hatte sich bereits einiges geändert, kommt Hakan zu mir und teilt mir mit, wie sehr er von der Effektivität und der Struktur begeistert wäre. Dann bietet er mir kurzerhand an fest für ihn zu arbeiten. Handschlag-besiegelt und fertig.

Ab März arbeite ich also in einer Konferenzanlage mit herrlichem Blick über den Hornborgasee.
Mein Arbeitsweg ist knapp 800m lang und die Bezahlung um einiges besser als bei Volvo. Ich bin verantwortlich für die Vorbereitungen und Durchführungen der Konferenzen. Darüber hinaus noch alles was an Technik an und in den Gebäuden anfällt. Kurz: Mädchen für alles.
Ich teile mir den Tag ein wie ich mag. Niemand beobachtet mein tun. Genial.


Und weil es das Leben gut mit uns meint haben wir uns entschlossen die Familie zu vergrößern. Nein, nein, nicht was ihr schon wieder denkt. Ihr wisst doch, wir haben mit Maeva bewiesen das wir es können und haben es danach sein gelassen ;)

Wir haben uns ein rollendes Gästehaus zugelegt.
Ich habe ja schon seit geraumer Zeit mit dem Gedanken gespielt mir nen alten Wohnwagen zuzulegen um mit meinen Kumpels, wenn wir angeln fahren auch mal draussen übernachten kann ohne ein Zelt aufzuschlagen. Die Nächte in Schweden sind auch im Sommer oft empfindlich kalt. Mein Kumpel Peter hat eine solche alte Wohndose. Sowas wäre passend für mich, dachte ich. Mit Miri darüber gesprochen. Diese fragte dann, wenn wir eine solche alte Kiste hätten, ob es dann auch möglich wäre mit der ganzen Familie zu reisen?. Ich denke nach und sage: Nun wenn wir auf jeglichen Komfort verzichten können, schon.
Ein paar Tage später fragt mich Miri, ob es denn nicht ein "junger" gebrauchter sein solle. Wir mal die verschiedenen Internetportale aufgeschlagen und entsetzt über die hohen Preise bei den Gebrauchten. Der Wertverfall ist in Schweden die ersten 8 Jahre kaum zu merken. Da kostet ein 5 Jahre alter Wohnwagen gerade mal 2000 Euros weniger als ein neues Modell. Zu dem kommt, das wenn wir ein schwedisches Modell ( KABE, Polar, CABY usw.) kaufen würden sind die Grundpreise heftigst hoch. Ok, die Verfügen über Winterisolierung, Fußbodenheizung usw. aber das Design ist uns dann doch irgendwie zu, na sagen wir mal, EICHE RADIKAL. Mal geschaut was Obelink in Holland so hat. Aha, das sieht schon etwas anders aus. Dann für den Marktführer entschieden. Preise mit den hiesigen verglichen und siehe da, der Unterschied zwischen schwedischen Preisen und denen in Holland ist, wenn man die Überführungs- und Zollkosten mal draufrechnet, beinahe identisch. Dann zu einem Händler in der Nähe gefahren und mal die verschiednenen Modelle "anprobiert". Ich hatte dann zwei Wohnwagen in der engeren Auswahl. Meine beiden Damen ins Auto geladen und den Weg nochmals gemacht.
Modell 2 gefällt allen. Und hier sie also, unsere Wohndose.



Falls sich jemand fragen sollte: Wie um alles in der Welt können die den Wagen ziehen mit nem Smart oder nem Twingo sei gesagt, der Smart hat letzten Jahr im April bei einer Blitzeisaktion jäh sein Leben gelassen ( Trauerminute ) dafür ist dann der hier an seine Stelle getreten.



Bilder vom Innenraum und den ersten Ausflügen kommen, soviel ist sicher ;-)


Nun, somit sei gesagt, das wir trotz einiger Unkenrufen aus der alten deutschen Nachbarschaft entgegen, ein geregeltes und SEHR zufriedenes Leben haben. An eine Rückkehr nach Deutschland denken wir nicht mal im geringsten.

Euch allen einen schönen Frühling.