Montag, März 19, 2007

Bilderprobleme

Die Bilderprobleme der letzten Tage sind nun behoben.

Ich werde mich auf Dauer nach einem anderem Anbieter umschauen,da das Bilderhochladen nun wesentlich erschwert wurde.

bis dahin gibts den blog wie gewohnt.

Frank

Freitag, März 16, 2007

Solnedgang

Das a in Solnedgang wird mit dem berühmten a mit Kringel geschrieben. dummerweise kan man das hier nicht abbilden.....

Das ist das schwedische Wort für einen Sonnenuntergang.

Und bei schönem Wetter sieht der dann aus unserem Wohnzimmer so aus.....



Nett oder?

SIE SIND DA!!!

So verlautete es vergangene Tage aus diversen Medien.
Gemeint war damit das die Frühlingsboten, also die Kraniche, den Hornborgasee erreicht haben.
Als am Montag dann auch noch herrliches Wetter ( zum erstem mal in diesem Jahr ) war und Maeva keine Schule hatte, weil die Lehrer eine Versammlung hatten, fuhren wir kurzerhand zum nächsten Fachmarkt um uns eins dieser Vogelbeobachtungsferngläser ( geiles Wort?!) also ein Spektiv zu besorgen. Auf dem Weg nach Hause haben wir dan Halt an "unserem"See gemacht um die ersten Vögel zu beobachten. Wir hatten wirklich Glück denn auf unserer Seite des See`s ist es mit Kranichen zu Beginn der Saison nicht so dolle bestellt, da auf der gegenüberliegenden Seite die Vögel mit Futter versorgt werden. Dennoch hatten wir das Vergnügen zwei Kraniche, einige Schwäne und viele Gänse zu sehen.



Am Dienstag nachmittag fuhr ich dann angespornt durch die schönen Bilder auf die gegenüberliegende Seite um dort mehr Einblicke in die Vogelwelt Schwedens zu bekommen.

Auf dem Weg dorthin stellte sich ein Bauarbeiter auf die Strasse und zeigte mir an, das ich anhalten sollte. Nachdem die Autos auf beiden Seiten zum stehen kamen traute ich meinen Augen nicht. Da ritt eine Herde von bestimmt hundertfünfzig Ritter in voller Kriegsmontur und kreuzte die Hauptstrasse. Nach dem ersten Verwundern dachte ich dann aber daran, das hier in der Gegend ein historischer Film gedreht werden sollte, für den im Januar mehr als 2000 Statisten gesucht wurden. Die Ritter zogen des Weges gen Horizont, wo sich ein historisches Kriegslager befand. Das war nun wirklich interessanter als die Vögel und so ergab es sich, das Frank sich in die Reihen der Vogelbeobachter eingliederte, sein Fernglas aber 180 Grad versetzt in die Richtung der Ritter gedreht hat. Möchte mal gerne wissen, was die Ornithologen von mir gedacht haben. Ist mir aber Wurscht, hatte ich doch meinen Spass die Ritter zu begutachten.

Natürlich haben wir aber auch einige Stunden hinter dem Fernglas verbracht und darüber hinaus wider einige netten Plätze gefunden an denen keine Touris angetroffen werden.
Witzigerweise sind es wieder die ausländischen ( also nicht schwedischen ) Besucher des See`s die mit ihren dicken Stativen, Spektiven und monströsen Teleobjektiven an sündhaft teuren Digitalknipsen auftauchen um mehr Statussymbolprotzerei zu betreiben. Ist schon witzig. Ich hatte einen Mann angesprochen der sich nur darauf besann hinter seinem Fotoapparat ( mein absolut Favorisiertes Modell ) zu stehen und ab und an mal einen Blick durch den Sucher zu erhaschen. Ich wollte mal ein wenig Fachsimpelm und ging auf ihn zu. Auf die Frage welche Brennweite, Güte und schwall schwall halt eben das Objektiv besitze gab er sehr kleinlaut zu, das er mit den Funktionen der Kamera gnadenlos überfordert sei, dies aber sein Traum gewesen sei.

Soll ich das kommentieren???????
Nein, das erspare ich mir.
Hauptsache eine 5000 Euro Penisverlängerung im Anschlag!

Ich geniesse mit Maeve nun die abgeschiedenen Plätze und wir beobachten einfach nur die Vögel bei ihrem täglichem Leben. Und unser Spektiv hat auch bei geringen Kosten ein sehr nettes Bild zu bieten. Höher, schneller, weiter ist halt nicht immer das wichtigste. Eine sehr angenehme Ruhe umgibt einen wenn man dort am See dem Wind lauscht und den Schwänen beim knuddeln zusieht. Das ist Luxus!!!

Touristenstatus abgelegt....

Wir haben ein Stück Touristenstatus abgelegt. Wie das?
Nun, wir haben endlich eins der Autos umgemeldet und besitzen nun ganz stolz ein schwedisches Kennzeichen.



Ab sofort können wir ungehindert an den See in der Nähe fahren und werden dort auf dem Parkplatz nicht mehr von deutschen Touris angesprochen, oder von Schweden für genau solche gehalten.

Die Ummeldung bzw. Einführung des Wagens ging ohne Komplikationen. Ich hatte vor der Unternehmung schon so meinen Bammel, dachte ich doch wieder an den freundlichen TüV-Mitarbeiter in Deutschland. Und einige Meinungen, wie schwierig das doch sei, hatte ich in diversen Foren gelesen. Termin gebucht am Telefon ( das war eigentlich das schwierigste, da ich mit nem Computer sprechen musste ) dann zum genannten Termin hin zur Bilprovning und exakt auf die Minute war ich dran. Rein in die Halle und ein sehr netter Mann kommt auf mich zu mit der Frage was denn geschehen sollte. Papiere, Führerschein abgegeben und Personennummer genannt und er zeigte mir den Aufenthaltsbereich wo es dann auch noch Kaffee umsonst gab.
Er führte halt all seine Untersuchungen am Auto durch, dann noch eben schnell auf die Bühne, einen Kollegen dabei und raus aus der Halle Abgasprüfung durchführen. Als er nach ca. 30 Minuten alle Arbeiten durchgeführt hatte, sagte er mir das er nun noch alle Daten in seinen Computer eingeben müsste und das das noch mal 10 Minuten dauern könne. Nach exakt diesen kam er zurück und beglückwünschte mich zu der erfolgreichen Prüfung des Autos. Nun hatte ich noch ein paar Fragen die er gerne beantwortete. Z.B. hiess es, das wenn man ein Auto nach Schweden einführt man insegsamt 3 Prüfungen durchführen müsse. Eine Erstbesichtigung, eine genaue Prüfung des Wagens und eine Nachbesichtigung jeweils an einem anderem Tag.
Mein freundlicher Prüfer sagte mir das es neuerdings auch möglich sei alle Prüfungen an einem Tag durchzuführen. Na Danke dafür, spart man auf dem Wege doch Geld und jede Menge Zeit.

Zwei Tage nach der Prüfung waren unsere neuen Nummernschilder im Briefkasten. Dann eben eine Steuerabgabe, eine KFZ-Versicherung abschliessen ( halb so teuer bei gleichen Leistungen) und direkt von der Versicherung aus über das Internet die Steuerplakete beantragen. Wieder einen Tag später war dann die vorläufige Plakette in der Post. Nachdem die Steuer eingegangen ist kommt dann die endgültige ebenfalls wieder mit der Post.

Geniales System.

Spielhaus in Tidaholm

Als kleiner Nachtrag kommt eine Kurzgeschichte über das Barnenshus ( Kinderhaus) in Tidaholm.

In Tidaholm, das lieht ca. 30 km von uns entfernt gibt es ein altes Schulgebäude das komplett zu einem Spielhaus fürKinder umgebaut wurde. Hier findet man auf drei Etagen alles was das Kinderherz begehrt. Als Erwachsener wird man schnell, wenn man es geschaft hat die Scheu abzulegen auch zum Kinde und sieht sich schnell in einem Kostüm herumlaufen und in verschiedene Rollen schlüpfen.




Eine komplette Etage ist als Umkleidezimmer mit Bühne ausgebaut und Kinder und Junggebliebene können hier nach herzenslust aus über hundert verchiedenen Kostümen in allen Grössen auswählen um dann auf der kleinen Bühne ein kleines Theaterstück zu improvisieren.



Wir waren dort mit Isabell (eine Deutsch-gebürtige) ihrem Mann Johann und deren Kinder Grim Alvar und Jorun. Es gibt eigentlich nur eine Bezeichnung für diesen Tag " BAGGERSPASS".




Auf der unteren Etage hat man einen Riesigen Kaufladen aufgebaut der immerhin zwei grosse Räume in Anspruch nimmt. Dann einen Kuschelraum wo man in verschiedenen Höhlen und Kissenbergen einfach mal ein wenig zu entspannen. Ein weiterer Raum wurde mit alten Möbeln aus einer Schule ausgestattet. Hier lernen die Kinder spielerisch die vergangenheit, denn nichts ist nur zum angucken, alles darf ausprobiert werden ( mal mit ausnahme des Rohrstocks). Witzig ist, das alle Kinder, sobald sie vorne stehen und die Klasse unterrichten gleich in einen autoritären Ton verfallen. Fuer die Jungs gibts ein Autoraum wo viele Meter Autostrassen, unzählige Garagen und Autos in allen Grössen warten bewegt zu werden.
In einer historischen Küche können herrliche Kuchen aus Pappmaché verkostet werden und das Plumsklo im Flur wartet auf die Kinder mit einer Lebensgrossen Puppe auf, die einige Kinder erschreckt wenn diese sie Tür zum Klosett öffnen.

Alles in einem ein herlicher Ort, wo man für gerade mal 1 Euro den ganzen Tag nach Belieben toben, spielen, kuscheln und basteln kann.
Und zur Krönung ist das Haus ganz und gar nicht auf Komerz ausgelegt, sind im Eintrittspreis doch noch einige Bastelvorlagen enthalten. Und damit das nicht genug ist wird man auch nicht gezwungen dortige Getränke oder Speisen zu kaufen, sondern hat extra einen Raum in dem man seine mitgebrachten Dinge verzehren kann.
Die Mitarbeiter des Hauses sind allesamt Menschen die eine wiedereinführung in das Arbeitsleben nach längerer Arbeitslosigkeit bekommen. Ein Beispiel das in Deutschland gerne Schule machen könnte.