Spielhaus in Tidaholm
Als kleiner Nachtrag kommt eine Kurzgeschichte über das Barnenshus ( Kinderhaus) in Tidaholm.
In Tidaholm, das lieht ca. 30 km von uns entfernt gibt es ein altes Schulgebäude das komplett zu einem Spielhaus fürKinder umgebaut wurde. Hier findet man auf drei Etagen alles was das Kinderherz begehrt. Als Erwachsener wird man schnell, wenn man es geschaft hat die Scheu abzulegen auch zum Kinde und sieht sich schnell in einem Kostüm herumlaufen und in verschiedene Rollen schlüpfen.
Eine komplette Etage ist als Umkleidezimmer mit Bühne ausgebaut und Kinder und Junggebliebene können hier nach herzenslust aus über hundert verchiedenen Kostümen in allen Grössen auswählen um dann auf der kleinen Bühne ein kleines Theaterstück zu improvisieren.
Wir waren dort mit Isabell (eine Deutsch-gebürtige) ihrem Mann Johann und deren Kinder Grim Alvar und Jorun. Es gibt eigentlich nur eine Bezeichnung für diesen Tag " BAGGERSPASS".
Auf der unteren Etage hat man einen Riesigen Kaufladen aufgebaut der immerhin zwei grosse Räume in Anspruch nimmt. Dann einen Kuschelraum wo man in verschiedenen Höhlen und Kissenbergen einfach mal ein wenig zu entspannen. Ein weiterer Raum wurde mit alten Möbeln aus einer Schule ausgestattet. Hier lernen die Kinder spielerisch die vergangenheit, denn nichts ist nur zum angucken, alles darf ausprobiert werden ( mal mit ausnahme des Rohrstocks). Witzig ist, das alle Kinder, sobald sie vorne stehen und die Klasse unterrichten gleich in einen autoritären Ton verfallen. Fuer die Jungs gibts ein Autoraum wo viele Meter Autostrassen, unzählige Garagen und Autos in allen Grössen warten bewegt zu werden.
In einer historischen Küche können herrliche Kuchen aus Pappmaché verkostet werden und das Plumsklo im Flur wartet auf die Kinder mit einer Lebensgrossen Puppe auf, die einige Kinder erschreckt wenn diese sie Tür zum Klosett öffnen.
Alles in einem ein herlicher Ort, wo man für gerade mal 1 Euro den ganzen Tag nach Belieben toben, spielen, kuscheln und basteln kann.
Und zur Krönung ist das Haus ganz und gar nicht auf Komerz ausgelegt, sind im Eintrittspreis doch noch einige Bastelvorlagen enthalten. Und damit das nicht genug ist wird man auch nicht gezwungen dortige Getränke oder Speisen zu kaufen, sondern hat extra einen Raum in dem man seine mitgebrachten Dinge verzehren kann.
Die Mitarbeiter des Hauses sind allesamt Menschen die eine wiedereinführung in das Arbeitsleben nach längerer Arbeitslosigkeit bekommen. Ein Beispiel das in Deutschland gerne Schule machen könnte.
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