SIE SIND DA!!!
So verlautete es vergangene Tage aus diversen Medien.
Gemeint war damit das die Frühlingsboten, also die Kraniche, den Hornborgasee erreicht haben.
Als am Montag dann auch noch herrliches Wetter ( zum erstem mal in diesem Jahr ) war und Maeva keine Schule hatte, weil die Lehrer eine Versammlung hatten, fuhren wir kurzerhand zum nächsten Fachmarkt um uns eins dieser Vogelbeobachtungsferngläser ( geiles Wort?!) also ein Spektiv zu besorgen. Auf dem Weg nach Hause haben wir dan Halt an "unserem"See gemacht um die ersten Vögel zu beobachten. Wir hatten wirklich Glück denn auf unserer Seite des See`s ist es mit Kranichen zu Beginn der Saison nicht so dolle bestellt, da auf der gegenüberliegenden Seite die Vögel mit Futter versorgt werden. Dennoch hatten wir das Vergnügen zwei Kraniche, einige Schwäne und viele Gänse zu sehen.
Am Dienstag nachmittag fuhr ich dann angespornt durch die schönen Bilder auf die gegenüberliegende Seite um dort mehr Einblicke in die Vogelwelt Schwedens zu bekommen.
Auf dem Weg dorthin stellte sich ein Bauarbeiter auf die Strasse und zeigte mir an, das ich anhalten sollte. Nachdem die Autos auf beiden Seiten zum stehen kamen traute ich meinen Augen nicht. Da ritt eine Herde von bestimmt hundertfünfzig Ritter in voller Kriegsmontur und kreuzte die Hauptstrasse. Nach dem ersten Verwundern dachte ich dann aber daran, das hier in der Gegend ein historischer Film gedreht werden sollte, für den im Januar mehr als 2000 Statisten gesucht wurden. Die Ritter zogen des Weges gen Horizont, wo sich ein historisches Kriegslager befand. Das war nun wirklich interessanter als die Vögel und so ergab es sich, das Frank sich in die Reihen der Vogelbeobachter eingliederte, sein Fernglas aber 180 Grad versetzt in die Richtung der Ritter gedreht hat. Möchte mal gerne wissen, was die Ornithologen von mir gedacht haben. Ist mir aber Wurscht, hatte ich doch meinen Spass die Ritter zu begutachten.
Natürlich haben wir aber auch einige Stunden hinter dem Fernglas verbracht und darüber hinaus wider einige netten Plätze gefunden an denen keine Touris angetroffen werden.
Witzigerweise sind es wieder die ausländischen ( also nicht schwedischen ) Besucher des See`s die mit ihren dicken Stativen, Spektiven und monströsen Teleobjektiven an sündhaft teuren Digitalknipsen auftauchen um mehr Statussymbolprotzerei zu betreiben. Ist schon witzig. Ich hatte einen Mann angesprochen der sich nur darauf besann hinter seinem Fotoapparat ( mein absolut Favorisiertes Modell ) zu stehen und ab und an mal einen Blick durch den Sucher zu erhaschen. Ich wollte mal ein wenig Fachsimpelm und ging auf ihn zu. Auf die Frage welche Brennweite, Güte und schwall schwall halt eben das Objektiv besitze gab er sehr kleinlaut zu, das er mit den Funktionen der Kamera gnadenlos überfordert sei, dies aber sein Traum gewesen sei.
Soll ich das kommentieren???????
Nein, das erspare ich mir.
Hauptsache eine 5000 Euro Penisverlängerung im Anschlag!
Ich geniesse mit Maeve nun die abgeschiedenen Plätze und wir beobachten einfach nur die Vögel bei ihrem täglichem Leben. Und unser Spektiv hat auch bei geringen Kosten ein sehr nettes Bild zu bieten. Höher, schneller, weiter ist halt nicht immer das wichtigste. Eine sehr angenehme Ruhe umgibt einen wenn man dort am See dem Wind lauscht und den Schwänen beim knuddeln zusieht. Das ist Luxus!!!
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