Sonntag, Dezember 31, 2006

Von alten und neuen Bräuchen

Als wir das Haus in Schweden gefunden hatten, waren die weiteren Termine hinfällig und wir konnten uns auf Dinge wie Anmeldung, Personennummer und Bankkonten kümmern. Inger (unsere Gastgeberin) hatte uns gefragt, ob wir denn mit den schwedischen Bräuchen vertraut wären und ob wir abends mit zum Santa Lucia Fest in die Kirche kommen wollten. Natürlich wollten wir, hatten wir doch viel über diesen Brauch gelesen aber noch nie live gesehen. Abends in der Kirche von Trädet die sehr festlich mit hunderten Kerzen ausgeleuchtet war, fiel als erstes die sehr angenehme Wärme auf. Viele Familien saßen gespannt auf den Bänken und erwarteten die Sängerinnen die unglaublich nervös im Vorraum der Kirche auf ihren Auftritt warteten. Dann wurde es Still in der Kirche und leise, ganz leise kamen die Mädchen nach und nach den Mittelgang entlang und sangen das Lucia-Lied. Sehr ergreifend kann ich nur sagen, sehr ergreifend! Die anwesenden Eltern konnten wirklich stolz sein auf ihre Mädchen. Anschließend gingen wir zusammen ins Gemeindehaus um dort einige freundliche Bewohner aus Trädet kennen zu lernen.

Tags darauf erledigten wir weitere Behördengänge und waren selbst erstaunt darüber, wie gut wir mit unserem schwedisch weiterkamen. Abends durften wir mit Inger und Stig nach Ulricehamn zur Bowlingbahn, wo sich die Landwirte der Umgebung regelmäßig treffen um zu spielen und sich auszutauschen. Wir hatten einen Heidenspaß, denn mit Bowling haben Miri und ich so viel am Hut, wie die Kuh mit Gerätetauchen. Dennoch waren wir begeistert bei der Sache und gaben uns alle Mühe, unsere Nation gebührend zu vertreten.

Dann gaben einige junge Damen ihre Version von Lucia zu besten. Alter Schwede? was genial. Diese Mädchen hatten Stimmen wie Engel. Sie gehen von Veranstaltung zu Veranstaltung und werden sehr gut dafür entlohnt.

Was ebenfalls sehr angenehm auffiel, war der Lichterglanz in allen Häusern, ja sogar teilweise in Ställen. Jedes Fenster, egal welcher Größe beherbergte eine Lichterpyramide die die sonst allgegenwärtige Dunkelheit durchbricht. Verständlich, dass die Schweden im Winter hohe Stromkosten haben, denn die Beleuchtung ist die ganze Nacht eingeschaltet.

Zurück in Deutschland hatten wir unser Sippentreffen bei Miriams Familie. Dieses alljährliche Ereignis ist einer der letzten Wünsche von Opa Heinz gewesen der vor einigen Jahren darum gebeten hatte, seine Schäfchen alle bei sich zu haben um mit ihnen nett gemeinsam Advent zu feiern. Das kommt dermaßen gut an, das wir diese Tradition gerne beibehalten. Seid gewiss, ihr Verwandten, das wir nächstes Jahr auch dazu kommen werden. Ein Highlight dieses Tages ist das Schrottöddeln, bei dem jeder etwas einpackt (natürlich in hässliches Papier) das er absolut nicht gebrauchen kann und was dazu das Prädikat besonders grottenhässlich bekommen würde. Dann wird um den Schrottstapel gewürfelt (genaue Spielregeln gerne auf Anfrage). Unverständlicherweise gibt es jedes Jahr ein Teil auf das alle scharf sind. Und in der Tauschrunde geht der RUN auf genau dieses Teil los. Es gibt immer viel zu lachen. Dann singen wir gemeinsam Adventlieder. Und Knecht Ruprecht zieht seine Runden.

Weihnachten haben wir uns aufgrund steigender Gemütlichkeit in unseren Räumen kurzerhand bei allen eingenistet die uns in irgendeiner Weise Asyl gaben.

Der heilige Abend war ein 4 Generationen Treffen. Uroma, Oma, Mutter und Kind
saßen zusammen am Tisch.

Maeva bekam einen lang gehegten Wunsch erfüllt, als der Weihnachtsmann eine Anlage unter dem Baum versteckte.

Erster und zweiter Weihnachtstag haben wir bei meiner Sippe im Sauerland verbracht. Alle vereint an einem Tisch wurde gelacht, gequasselt und die Stunden gingen wieder mal zu schnell vorbei. Als mein drei Vetter vorbei kamen haben wir noch viel zu erzählen gehabt.

Alles in einem waren es sehr besinnliche Tage in denen sich jeder große Mühe gab, den Abschiedsschmerz weitestgehend zu unterdrücken. Dafür Danke, denn besinnliche Tage bringen eh die Eigenschaft mit sich, das man nahe am Wasser gebaut hat. Natürlich flossen hier und da Tränen des Abschieds, dennoch waren es weit weniger als Anfangs befürchtet.

Heute am Silvesterabend sitzen wir drei im Schlafzimmer auf der Matratze ( das Bett ist bereits abgebaut ) und schauen traditionell Dinner for one. Eine schöne Tradition..

Wusstet ihr, das in Schweden am heiligen Abend nicht Michel von Lönneberga, sondern Donald Duck läuft?!. Und die Tatsache, das die Schweden es lustig finden, das wir Michel Michel nennen und nicht wie er dort heißt EMIL.

Alle Kartons sind gepackt, alle Möbel zerlegt, so beenden wir das Jahr 2006. Morgen werden wir noch einmal durch das Haus putzen. Ich werde meinen Smart nach Hamburg bringen um ein Auto zu haben, wenn ich den LKW zurückbringe.

Euch allen einen sanften Rutsch ins neue Jahr und das Eure Wünsche und Vorsätze für 2007 wahr werden.

Ich werde versuchen, am Dienstagabend noch einen Post zu schreiben, wo das Aufladen des LKW`s dokumentiert wird, verspreche es allerdings noch nicht!

Donnerstag, Dezember 21, 2006

Neue Adresse vorhanden

Wenn uns nun jemand mit alten Schwede anspricht können wir höchstoffiziell mit JA antworten. Aber vielleicht erstmal alles der Reihe nach.

Wir sind am Samstag den 09. Dezember aufgebrochen um nun in Schweden nach einer Bleibe zu suchen. Unser Hausverkauf hatte sich ja sehr hingezogen und eine Doppelbelastung wollten wir uns nicht antun. Nun, da das Haus, und somit einige Sorgen aus dem Kopf waren konnten wir uns mit vollem Elan auf Häusersuche machen.

Miriam hatte in den vergangenen Monaten immer wieder das Internet durchstöbert und bei hemnet.se und blocket.se allerlei Häuser oder Wohnungen gesucht und gefunden. So hatten wir einen sehr enggestrickten Terminplan für die Woche in Schweden. Die Reise war sehr angenehm, weil einerseits das Wetter mitspielte und zum anderen die Straßen frei waren. Dazu kam der Luxus, das unser Freund Hans und ein elektronisches Buchungssystem auslieh mit dem man bevorzugt auf der Fähre und der Öresundbrücke behandelt wird und es bequem vom Konto abgebucht wird. Geniale Sache dieses Ding (Wir legen es uns auf jeden Fall auch zu!!!). So kamen wir sehr entspannt nach nur 11 Stunden Fahrzeit in Trädet an wo uns Inger und Stig Fagerson sehr lieb begrüßten. Hier hatten wir diesen Sommer auch eine Woche verbracht. Inger hatte den Kamin angefeuert und bei einem leckerem Rotwein verbrachten wir dann noch ein paar Minuten am Feuer um uns dann hinzulegen. Sonntags hatten Miriam und ich Zeit für einen kleinen Spaziergang. Dann fuhren wir nach Sandhem, wo das erste potenzielle Kaufobjekt stand. Ein sehr großes (255qm) Haus mit viel Platz Drumherum und guter Lage.

Uns viel nur auf, das auf der Straße zum Haus viel Müll an den Seiten lag. Vorzugsweise Bierdosen. Keine Vorurteile dachten wir uns und freuten uns auf Montagmorgen, wo wir auch ins Haus durften.

Wie verabredet warteten der Makler des Hauses und seine Mitarbeiterin auf uns.

Beim Betreten des Hauses fielen wir allerdings ungebremst zu Boden mit unseren Träumen. Ein Gestank der an eine öffentliche Bahnhoftoilette in Großstädten erinnerte bohrte sich ungnädig in die Nasen. Der Grund war schnell gefunden. In dem Haus lebten ca 10-15 Katzen seit 2 Wochen allein. Dazu kam die mindesten gleiche Anzahl Hausratten in einem Käfig der für vielleicht 3 dieser Spezies gedacht war. Die untere Hälfte des Rattenkäfigs, also die Kunststoffwanne stand bis zur Hälfte gefüllt mit den Ausscheidungen und die Ratten sahen dementsprechend gesund aus. Wir sind beileibe nicht zimperlich, aber beim Gedanken, das die Holzwände und Böden, die ja offenporig sind, diesen Gestank über Monate abgeben würden, ließ uns das Haus in einem neuen Licht erscheinen. Nun muss man aber sagen, und das haben wir erst im Nachhinein herausgefunden, das die Familie die hier lebte arge Probleme im täglichen Leben hatten. Auch der Makler lies uns wissen, das diese Gegend nicht zu den ersten Adressen im Lande gehört. Nachdem wir das Haus als nicht Eickhofftauglich verlassen hatten, hat und die Mitarbeiterin des Maklers noch eine weitere Immobilie gezeigt, die uns wesentlich besser gefiel. Hier war die Lage wesentlich besser, die Nähe zur Schule gegeben ( das war eine Auflage die das neue Zuhause erfüllen musste!) und die Substanz völlig gesund. Ein Gutachten lag ebenfalls vor, das, und daran könnten sich die deutschen ein Vorbild nehmen, jede Kleinigkeit aufführte und den aktuellen Zustand dokumentiert. Leider sollte es mit diesem Haus auch nicht klappen, da ungewiss war , ob und wann der derzeitige Bewohner ( der momentan in Finnland ohne Anbindung ans Mobil oder Festnetz verweilte) denn mal das Haus verlassen würde. Nach Umzug sah es für uns dort nicht aus. Und mein Bauch sagte: Wenn Du in Januar vor verschlossenen Türen stehen möchtest, nimm es! Uns war es schien ein wenig peinlich der guten Dame vom Makler auch hier abzusagen. Enttäuscht und etwas abgeschlagen gingen wir in eine Pizzeria im nächsten größeren Ort, bestellten unser Essen und wurden im perfekten deutsch angesprochen.

Ihr seit Deutsche, stimmts? Fragte uns der Pizzabäcker. Ich schaute ob ich irgendeinen Hinweis an mir trug, war ich doch der Meinung das ich eigentlich sehr deutlich und gut auf Schwedisch bestellt hatte. Euer Akzent verrät euch, fuhr er fort. Habe selber 18 Jahre bei Nürnberg gewohnt, lies er uns mit stark Bayrischen Einschlägen wissen. So kamen wir kurzerhand ins Gespräch und er sagte uns wie übel der Ort doch sei, den wir gerade unverrichteter Dinge verlassen hatten. Das baute uns dann etwas wieder auf. Wahid, so sein Name, nannte uns zum Abschied noch einige Plätze an denen man mit Kindern nach Wohn -und Arbeitsplatz suchen könnte. Danke dafür. Solche Informationen bekommt man hier nicht gleich im ersten Gespräch.

Neuer Tag, neues Glück.

Eine Hausbesichtigung in einem kleinen Ort stand auf dem Plan. Wir hatten uns mit dem Hausverwalter Kenneth verabredet und trafen uns am Haus. Sehr gepflegt, war der erste Eindruck. Dieser bestätigte sich beim öffnen der Eingangstür. Hell, freundlich und gut aufgeteilt, waren Attribute die bei beiden fielen. Kenneth nahm sich Zeit und erklärte uns alles am Haus und zur Technik. Das er selbst dieses Haus gebaut habe und darum so gut bescheid wisse, lies er uns voller Stolz wissen. Miri uns ich waren uns schnell einig. Diese Immobilie hatte für uns unzählige Vorteile.

Maevas Schule liegt keine 50 Meter von der Haustür entfernt, der Ort hat alles was er braucht, die Natur ist reichlich vorhanden und 3 größere Städte sind innerhalb 15 Minuten zu erreichen. Er liegt nahe dem Hornborga-See, einem Naturreservat das alljährlich tausende Ornithologen lockt, um das seltene Schauspiel des Brauttanz der Kraniche zu erleben, die hier jeden Frühling zu zehntausenden verweilen, bis das die Brut flügge geworden ist.

Hierzu werde ich bestimmt ausführlich berichten sobald es so weit ist.

Wir durften uns dann noch zur Krönung eben noch die Tapeten aussuchen die für uns angebracht werden. Was soll das Kosten?, so meine Frage. Völlig verdutzt sagte uns Kenneth, das das doch wohl zum Service gehöre, wenn man eine Wohnung beziehe, das diese Grundrenoviert sei. Die Kosten bräuchten wir nicht tragen, das mache der Hausbesitzer. Nun waren wir platt. Wir suchten die Tapeten aus und er nahm uns noch mit und lud uns zum Mittagessen ein, wo wir dann seine Frau kennen lernen sollten, die Zufällig nebenan in der Schulbibliothek arbeitet. Sie begrüßte uns ebenfalls sehr freundlich und erzählte uns vom Ort und deren Einwohner und den Highlights der Region. Dann schlug sie vor doch noch mal eben zur Schule zu fahren, damit sie uns diese zeigen könne. Wir also ins Auto und ab ins Dorf in die Schule. 60 Kinder 8 Lehrer! Das liest sich doch schon mal gut dachten wir. Und wie der Zufall es will, bekommen wir noch eine Kurze Audienz bei der Rektorin, die Miriam sofort fragt, ob es zufällig sein könne, das sie sich hier einmal beworben habe, das Gesicht käme ihr so bekannt vor. Uns Tatsächlich, genau an diese Schule hatte Miri im Frühjahr eine Bewerbung als Vorschullehrerin geschickt. Klein ist die Welt!

Es mag zwar etwas poetisch klingen, aber ich sagte abends zu Miri.

Wir sind in die Ferne gefahren und nach Hause gekommen.

Dieses Gefühl hatte sich eingebrannt, da doch alle sehr zuvorkommend und freundlich zu uns gewesen waren. Sie hatten sich viel Zeit genommen und wenn mal ein Wort nicht gleich parat war, auch mal geduldig gewartet bis wir es entweder umschrieben, oder das Wörterbuch zur Hilfe genommen hatten.

Nur eben ein Bild von außen. War doofes Wetter, aber weitere werden GANZ SICHER folgen.

Montag, Dezember 18, 2006

VHS die letzte!

Die Ereignisse
schlagen nun nur so auf uns ein. Dadurch bin ich leider mächtig zurück mit den Dokumentationen der letzten 2 Wochen. Hier ein kurzer Bericht über das Lernen fremder Sprachen.

Seit 2004 bemühen wir uns immer wieder einen Kurs "Schwedisch für Anfänger " zu bekommen, leider meist ohne Erfolg, da schwedisch scheinbar nicht unbedingt zu den bevorzugten Fremdsprachen an den Volkshochschulen gilt. Es gab Kursangebote in Bocholt, Borken, Coesfeld und Dülmen die allesamt Aufgrund mangelnden Interesses abgesagt wurden. Irgendwann kamen wir durch Zufall auf die VHS Wesel die seit längerem Kurse anbietet.
Schnell angemeldet und trotz des langen Weges sehr erfreut, das der Kurs stattfinden wird.
Wir waren dort eine kleine Gruppe 10-14 Personen im Schnitt, die altersmäßig bunt gemischt war. Unsere Dozentin war mit einem Schweden verheiratet und liebt das Land, was uns in den Genuss vieler Randinformationen brachte, die man in keinem Reiseführer findet. Am 05. Dezember war dann Semesterende und wir saßen bei schwedischen Leckerbissen gemütlich zusammen und lernten noch ein wenig.
Leider können wir im nächsten Semester nicht weiter mit euch lernen :o(
Danke an Doris für die Geduld mit uns, für unzählige heitere Momente und für das feste Fundament der schwedischen Sprache. ( Wir haben in den letzten Tagen in Schweden immer wieder Komplimente bekommen, das wir doch sehr gut sprechen.)
Den Mitschülern sei gedankt für die sehr familiäre Atmosphäre und natürlich ebenfalls für die heiteren Momente. Wir hoffen Euch in euren Semestern mal zu Gast zu haben.



PS: so konzentriert wie auf dem Bild waren wir nicht immer !!

Sonntag, Dezember 03, 2006

Advent, Advent....

Wenn der Rest der Vorweihnachtszeit so harmonisch und erlebnisreich wie die ersten drei Tage im Dezember verlaufen wird, dann werden die restlichen Tage trotz Umzugsstress eine schöne Zeit.

Am ersten Dezember habe ich meinen letzten Arbeitstag gehabt und stehe nun mit voller Kraft und freiem Kopf den Umzugsvorbereitungen gegenüber. Samstag morgen habe ich meinen Freund besucht und herrliche Fotos vom Sonnenaufgang gemacht. Abends hatten wir ein kulinarisches Fest in Form eines Julbords bei unseren schwedischen Freunden Rosi und Hans.

Seit mehr als einem Jahr treffen wir uns nun regelmäßig zu geselligen Abenden und schlemmen, klönen und spielen Mah-Jong als Brettspiel. Ein Julbord (wortwörtlich mit Weihnachtstisch übersetzt) ist eine Rundreise durch schwedisch Nationalgerichte und kulinarischer Besonderheiten. Rosi hatte sich wahnsinnig viel Mühe gemacht und uns erwartete ein reich gedecktes warmes Buffet deren einzelne Komponenten jedes für sich eine große Sünde wert ist. Jansons Frestelse (Jansons Versuchung), Braune Bohnen mit Sirup-Essig Soße, Julskinka (Weihnachtsschinken) selbstgemachte Kötbullar (kleine Fleischklöse mit besonderem Geschmack) leckere warme und kalte Salate, schwedisches Knäckebrot, und viele andere Leckereien.
Als Gernesser sind wir drei vollends verwöhnt worden.

Hans holte zur Feier des Tages noch einen sehr edlen Aquavit vom Eis, was das Essen dann wirklich abrundete. Wir gingen nach dem Mahl noch kurz ein Paar Schritte in die Innenstadt um uns noch ein wenig die Füße auf dem Weihnachtsmarkt zu vertreten. Leider sind bei den derzeitigen Temperaturen weihnachtliche Vorfreuden nur schwierig zu wecken, würde man sich statt dem Glühwein doch eigentlich lieber ein Eis mit Sahne bestellen.



Nach der Rückkehr vom Markt machten wir uns an das beliebte Mah-Jong spielen, das zum einem irrsinnig Spaß macht und zum anderen die Konversation in Schwedisch übt. Und wie kann es auch anders sein, Maeva und Rosi (TEAM Unschlagbar) haben auch dieses mal wieder böse abgeräumt. Vier Augen sehen eben doch besser als zwei und dazu kommt das das Team als einziges einen völlig nüchternen und somit außer Konkurrenz stehenden Spieler in Maeva hat (Protest!!!) Wir haben wieder viel über die Sitten und Bräuche der Schweden gelernt. Dank Hans und Rosi bekommen wir viele Informationen, die es in keinem Reiseführer gibt. Zum Glück fahren die beiden mindestens 5 mal im Jahr für ein Paar Tage nach Schweden, so dass wir hoffentlich unsere lieb gewonnenen Abende dort weiterführen können.

Heute haben wir dann Maeva noch eine große Adventsüberraschung zukommen lassen können.
Schwiegereltern hatten eine Rheinfahrt auf einem Ausflugsdampfer inklusive Nikolausbesuch gechartert. Maeva wusste von nichts. Umso überraschter war sie dann als wir am Rhein endlang spazierten und uns das Schiff ins Blickfeld kam. Darauf hin schwärmten wir Erwachsenen von einem so netten Bötchen und sagten man könne es sich ja mal ansehen. Die Fahrt über den Rhein wurde heute extra Kindergerecht gestaltet und so saßen wir Weihnachtliche Lieder singend und schauten in die Landschaft. In Xanten stieg dann der leibhaftige Nikolaus zu uns ins Schiff. Nun waren die Kinder baff. Er begrüßte jeden Gast persönlich und unterhielt sich ausgiebig mit den Kindern, sang mit ihnen und überreichte ihnen ein kleines Präsent. Im Anschluss an die Rheinfahrt mussten wir uns etwas sputen, denn Maeva hatte ihren Großen Auftritt als erste Tanne in einem Weihnachtlichen Krippenspiel im Rahmen des Weihnachtsmarktes in Burlo. Die Kinder hatten Spaß wie Bolle und für uns Eltern und Verwandte war es ein schönes Erlebnis. Der Weihnachtsmarkt hatte leider wieder kein Vertrag mit dem Wettergott. Im letzten Jahr musste er wegen des Schneechaos ausfallen und heute begann es zu regnen und stürmen. So mussten die Zelte teilweise mit menschlichen Gegengewichten beschwert werden damit sie nicht zu Lenkdrachen wurden. Schade für alle, die sich wie in jedem Jahr so viel Mühe mit dem Aufbau und Ausschmückung gemacht haben. Aufgrund des Wetters waren die Besucherzahlen auch nicht so stark. Vielleicht ja wieder im nächsten Jahr?! Wäre den Veranstaltern und Burlo zu wünschen.

Nun sind wir alle müde und müssen die vielen Eindrücke des Wochenendes mit viel Schlaf bewältigen. Also Gute Nacht Euch allen da draußen und eine schöne Adventszeit.




Samstag, Dezember 02, 2006

Eine Woche voller Ereignisse


Auch im Münsterland gibt es schöne Augenblicke wie dieser heutige Sonnenaufgang zeigt. Der Himmel hat buchstäblich gebrannt.
Nach einer Woche voller Ereignisse, hunderte Telefonate, letzter Arbeitstag und vieler Umzugskartons freuen wir uns heute ganz doll auf ein Julbord ( Adventsessen) zu dem wir drei heute bei schwedischen Freunden geladen sind. Dort wird hoffentlich wieder viel gelacht, lecker gegessen und unvergessliche Momente erlebt. Einzelheiten kommen dann morgen Abend.