Sonntag, November 19, 2006

Der Abschied ist die Geburt der Erinnerung.

Auf einmal ist die Freude groß.
Ich reise ab. Ihr seid mich los
und werft mir Steine hinterher.
So fällt der Abschied mir nicht schwer.

So sagte einst der Deutsche Frantz Wittkamp.

In diesen Tagen, nun da die Frage um Haus und Umzug geklärt sind kommen die Tage des letzten Males. Das letzte mal das Auto waschen in der langjährig besuchten Autowaschanlage, das letzte Nachbarschaftsfest im Kreise der lieben Bewohner um einen herum (Schade das die direkten Nachbarn gesundheitlich verhindert waren!). Das letzte Mal Computerreparatur beim Bekannten der in regelmäßigen Abständen mit Feuereifer seinen PC in seine Bestandteile zerlegt und dann nicht wieder zum laufen bekommt....

Irgendwie erdrückend die Stimmung, wenn einem jeder zweite kein bis demnächst sondern ein bedauerndes lebe wohl und viel Erfolg in der Ferne zum Abschied sagt. Der Terminkalender platzt aus allen Nähten, will man doch zumindest dem engsten Freundes- und Bekanntenkreis gerecht werden noch einmal gemütlich beisammen zu sein um den Abschied persönlicher und nicht evtl. unter vielen zu gestalten. Und so kommt es das Miriam und ich immer mehr Termine absagen müssen um uns auf die zu konzentrieren, die uns all die Jahre die Treue gehalten haben. Nun haben wir keinen allzu großen Freundeskreis, dennoch treten Leute auf den Plan, die meinen sich nun aber mal so richtig verabschieden zu müssen. Sorry an all die, denen wir dies nicht ermöglichen können, wir müssen den engsten Freunden den Platz einräumen der ihnen zusteht.

Traurig ist natürlich schon, dass ein lieb gewonnenes Treffen mit meiner Sippe im Sauerland nicht mit uns stattfinden kann, sind Miri und ich doch zu dem Zeitpunkt in Schweden für die letzten Erledigungen. Zu Weihnachten haben wir uns eingenistet. Wir werden von heiligem Abend bis Silvester beinahe ununterbrochen bewirtschaftet. :o) Das ist natürlich sehr praktisch.

Wir versuchen unseren Freunden derzeit unser letztes Mal sehr individuell und so schön wie möglich zu gestalten. Meinen besten Freund brauche ich nicht in Deutschland verabschieden!! Er kommt beim Umzug mit nach Schweden und hilft dort abladen. Und so lange er Futter in ausreichender Menge (und das ist mehr als manch Pottwal verdrückt!!) bekommt, bleibt er wohl auch da! Mit langjährigen Freunden dürfen wir dann noch unser letztes deutsches Sylvester verbringen und nachdem wir den Jahreswechsel gebührend gefeiert haben müssen wir ja auch schon einladen. Am 2 Januar gilt es dann abends aufzuladen. Und wenn mein Nachbar sein Versprechen vom Nachbarschaftsfest wahr macht gibt?s dann nach getaner Arbeit das erste Grillfleisch des Jahres in unserer Einfahrt für alle die geholfen haben und alle die, die sich verabschieden wollen.

Wenn Tränen des Abschieds nach Freundschaft schmecken

und vertraute Augen leise zu dir sprechen:

wir sind füreinander da,

beginnt das Neue mit einem Lächeln.

1 Comments:

At November 21, 2006, Anonymous Anonym sagt dazu:...

Hey Frank!

Dann mal Herzlichen Glückwunsch zu der Dir hintergebrachten Prüfung. Schön, dass Du es geschafft hast!
Thomas und ich haben endlich die Seite gelesen und ich denke dass ein bestimmtes unausgesprochenes Thema von damals nun in einem Punkt klar ist.Áber so schade es auch ist, es war irgendwie schon klar.
Wir freuen uns trotzdem riesig auf die Woche mit Maeva und würden es für nichts in der Welt tauschen wollen. Wir werden nicht nur die kleine süße Maus total vermissen, sondern auch euch! Wie sehr ich Miriam vermissen werde muss ich wohl nicht schreiben. Der Kloß sitzt tief im Hals. Aber gute Freunde wünschen nur das beste für andere Freunde und dass ihr glücklich werdet.
Wir wünschen euch nicht mehr allzuviel Streß im nächsten Monat und noch ein paar Tage Freundesglück in Deutschland!

Alles Liebe Tanja
Liebe Grüße und dicke Umarmung für Miriam und der kleinen einen lieben Kuß!

die drei Ts

 

Kommentar veröffentlichen

<< Home