Sonntag, Mai 04, 2008

ENDLICH.......!!!

Derzeit kommen wir ganz schön herum in Schweden.
Am Samstag haben wir uns mit Willi und Gisela aus unserem ehmaligen Schwedischkurs in Wesel verabredet.Die beiden haben ein Ferienhaus in Värmland und sind diese Woche in Schweden.

Somit haben wir uns morgens recht früh auf den Patt Richtung Norden gemacht.
Frank sagte dann, ich solle doch mal die Fotomaschine griffbereit haben,da in Värmland die Wahrscheinlichkeit einem Elch zu begegnen doch etwas höher ist.
Naja,habe ich gedacht,schauen wir mal.........
Die Fahrt war lanschaftlich sehr schön,da wir so hoch noch nicht gefahren sind(auch wenns nur 200km waren).
Als wir dann kurz vor dem Haus von Willi und Gisela waren, bekam Frank einen kleinen Hörsturz.

EIN ELCH,EIN ELCH!!!!!!

Ich traute meinen Augen kaum.Endlich war es soweit.Nach nun über einem Jahr und vier Monaten habe ich (Miriam), ja bekanntlich ein Elchnarr ,einen Elch in freier Natur gesehen.
Frank hat schon ein paar mehr gesehen.
Es war eine kleine Elchkuh,die seelenruhig zwischen den Büschen stand und fraß.
Für mich war es ein tolles Erlebnis,endlich war es soweit.
Hier der Beweiß,das Bild ist nicht perfekt,da aus dem Auto fotografiert.....

Wir haben dann einen schönen Tag gehabt,viel geklönt und auch noch ein wenig die schöne Natur genossen.

Abends haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht und noch kurz am Vännern in Gullspang gehalten,wo die Sonne sich langsam verabschiedete,ein tolles Licht.
Es war ein sehr schöner Tag.

Grüße auch an Gisela und Willi, danke für einen schönen Tag

Donnerstag, Mai 01, 2008

Floristenausflug

Neben dem Flaggentag war heute auch der 1.Mai.

Somit ein arbeitsfreier Tag auch in Schweden. Die einen unternehmen etwas mit der Familie, die anderen nutzen die Zeit um mit Renovierungs- oder der Gartenarbeit voran zukommen.
Und da morgen Freitag ist, wird gleich ein Brückentag, hier klämdag angehängt.
Es steht ein langes Wochenende vor der Tür.
Frank wollte heute die Zeit zum Fliegenfischen nutzen.

Ich habe mich dagegen mit Maeva auf den Patt nach Alings?s gemacht. Das liegt etwa 100km
(natürlich runt hörnet in Schweden) südwestlich von uns.
Dort gibt es eine freie, private Schule für Floristen und Garten Interessierte.
Hier kann man sich für Kurse und Ausbildungen einschreiben.

z.B.
Blomsterdekoratör- Blumendekoratör (1.Jahr)
Florist (3 Jahre)
Trädg?rd und Design- Garten und Design
Auch werden Kurse angeboten, zum Probieren oder zu speziellen Themen wie Hochzeit und Weihnachten.

Traditionell bietet diese Schule zu Christi Himmelfahrt eine Ausstellung und Blumenshow an.
Durch Zufall habe ich gestern eine Anzeige in der Zeitung gelesen und wollte mich mal ein wenig über die schwedischen Möglichkeiten als Florist informieren.
Zwar arbeite ich weiterhin im Kindergarten, möchte aber auch in Zukunft versuchen mich auch als Floristin auf dem Laufenden zu halten.

Die Räumlichkeiten haben mich echt überwältigt, es gibt eine Menge Platz dort zum Arbeiten.
Für die Auszubildenden, die nicht aus der nahen Umgebung kommen werden sogar Übernachtungsmöglichkeiten angeboten.
Es gab eine kleine Ausstellung mit verschiedenen Themen, wie eine Raumdeko für ein Cafe.
Oder Tischdekos für eine Hochzeit. Hier wurde auch der komplette Katalog mit der theoretischen Planung ausgelegt, was mich sehr an meine Abschlussprüfung erinnerte.
Es wurde eine Blumenshow angeboten, zu der die einzelnen Lehrjahre und Erwachsenenkurse eine Aufgabe bekamen.

  1. Jahr: Thema Kuchen/Früchte
  2. Jahr: Thema Hippi 60/70er Jahre
  3. Jahr: Thema Sträuße o.ä, eigene Entwürfe
  4. Erwachsene: Brautsträuße

Es war wirklich interessant einmal zusehen, wie in Schwedenausgebildet wird, da das Ausbildungssystem ein komplett anderes ist.
Die meisten gehen nach der 9 jährigen Grundschulzeit auf das Gymnasium und lernen dort auch einen Beruf, z.B. Fachrichtung Florist, Handwerkerberufe, etc.
Als Erzieher z.B. muss man studieren.

Alles in allem fand ich die Atmosphäre dort sehr angenehm und ich fühlte mich in meine Umschulung zur Floristin zurückversetzt. Es war eine tolle Zeit mit tollen Menschen.

An dieser Stelle grüße ich alle meine Schulkameraden aus der Umschulung beim DRK
und unsere Dozentinnen Claudia und Angela, die uns eine Menge beigebracht haben!!!

Fest steht, es war ein sehr informativer Tag und ich werde mich wohl mal dort für einen Kursus anmelden.
Für Interessierte, die Homepage der Schule Flora Dekor.

www.floradekor.se

Flaggentage

Nun wird es auch in Schweden schlagartig grün und nicht nur die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf. Die Menschen werden wieder aktiv.
Die Aufsitzrasenmäher brummen wieder bis in den Abend, es wird gepflanzt und renoviert.
Derzeit haben wir auch großes Glück mit dem Wetter. Seit nun fast zwei Wochen kann man behaupten, dass die Sonnenstunden überwiegen. Dabei weht dann allerdings oft eine frische Briese.

Jetzt wo in der Natur wieder die Farbe Grün überwiegt, fallen an dem einen oder anderen Tag die großen, schwedischen Flaggen direkt ins Auge.
Mit ihrem kräftigen Blau, das den Himmel und das Wasser Schwedens widerspiegelt und dem sonnengelben Kreuz wehen sie fast an jeder Flaggenstange im Vorgarten.
Gerade in Verbindung mit dem Falunrot,in dem viele Häuser gestrichen sind, kommt immer ein wenig Postkartenstimmung auf.

Die letzten beiden Tage waren solche Tage:
Es sind Flaggentage!

In Schweden wird die Flagge während der Monate März-Oktober von 08:00 Uhr an gehisst, in den Monaten November-Februar um 09:00 Uhr. Das ganze Jahr über wird die Flagge bei Sonnenuntergang wieder eingeholt, spätestens jedoch um 21:00 Uhr.
An anderen Tagen hängt eigentlich von März an, an fast jedem Mast ein großer Wimpel in den Farben blau-gelb oder mit einem Kreuz. Oder man findet kleinere Flaggen am Haus befestigt.

Es gibt über das ganze Jahr Flaggentage:

1.Januar Neujahr
28. Januar Namenstag des Königs
12. März Namenstag der Kronprinzessin
variiert Ostersonntag
30. April Geburtstag des Königs
1. Mai 1.Mai
variiert Pfingssonntag
6. Juni Nationalfeiertag und Flaggentag
variiert Mittsommertag
14. Juli Geburtstag der Kronprinzessin
8. August Namenstag der Königin
dritter Sonntag im September in jedem vierten Jahr Reichstagswahl
24. Oktober UN-Tag
6. November Gustav Adolfs-Tag
10. Dezember Nobeltag
23. Dezember Geburtstag der Königin
25. Dezember Weihnachten

Maeva findet es ganz toll, am gleichen Tag wie Kronprinzessin Viktoria Geburtstag zu haben. Somit wird auch indirekt für sie mitgeflaggt.

Ein kleiner Urlaub

Nun wird es mal wieder Zeit, dass wir etwas von uns hören lassen!

In der letzten Zeit ist halt auch hier einfach Alltag angesagt.
Man steht morgens auf (mehr oder weniger freiwillig) geht zur Arbeit und kommt müde wieder nach Hause.

Aber so langsam nehmen wir uns wieder die Zeit und erforschen ein wenig mehr unsere Umgebung, sprich wir gönnen uns trotz der auch hier steigenden Benzinpreise den Luxus und fahren am Wochenende durch die Gegend um auch mal etwas über das Ortsausgangsschild von Broddetorp zu lunkern.

Anfang April, nachdem Frank von einer Angeltour an der Westküste (Region Bohuslän)
Heimkam und so begeistert war, sind wir dann alle zusammen zu einem Tagesausflug an die Westküste gefahren.
Unsere Ziele waren die Umgebung von Lysekil, die Insel Orust und Tjörn.
Wir sind dann mit einem Picknickkorb und auch dem Hund im Gepäck losgefahren.
Da noch keine Hochsaison war, ging es überall sehr ruhig zu und man konnte die Küste mit ihren glatt geschliffenen Schären in vollen Zügen genießen.
Auch das Wetter meinte es sehr gut mit uns.

Dieser eine Tag war wie Urlaub, es roch nach Meer und die Landschaft war einfach atemberaubend. Auch die alten Häuser in den Dörfern waren sehr schön, mit ihren kleinen Gassen. Allerdings kostet in solche einer, nicht nur von Schweden bevorzugten Gegend selbst eine Dackelhöhle mal ganz schnell über 2.000.000 schwedische Kronen und dann hat man noch nichts Besonderes.
Auch die Steuern die auf Grundstücke am Meer berechnet werden sind nicht ohne.
Somit werden wir dann doch eher mal zum Kurzurlaub rüberfahren.
Es sind ja nur ca. 180km, was in Schweden ja runt hörnet, sprich um die Ecke ist.

Hier noch ein paar Bilder von unserem Tagestrip:

Mittwoch, Februar 13, 2008

Es liegt was in der Luft... und was wirklich ist Luxus?

...ein ganz besonderer Duft. Es riecht nach Frühling.

Zwar ist es bewölkt und die 4 Grad + laden einen noch nicht ein, die Daunenjacke beiseite zu hängen, aber es liegt ein Hauch von Frühling in der Luft.

Eigentlich denkt man um diese Jahreszeit ja eher an weißverschneite Landschaften und der Februar soll der kälteste Monat sein, was aber dieses Jahr nicht so ganz zutrifft.

Ja, Schnee haben wir gesehen, zuletzt Anfang Februar. Aber so schnell wie er kam, war er wieder fort.

In diesem Winter, der ja noch bis April gehen kann, dominierte die Farbe braun für Matsche und grau im Himmel.

Auch heute ist es nicht das blau, was wir am Himmel sehen aber die Vögel kommen heraus und die ersten Wildgänse fliegen durch die Luft.

Diese Jahreszeit ist nicht gerade dazu predisziniert, euphorisch herum zuspringen aber an solchen Tagen begegne ich persönlich immer meinem wahren Luxus:

Was ist Luxus?

Für den einen ist es ein BMW, ein tolles Haus oder die neusten Klamotten.

Dafür rennen sie den ganzen Tag von einer Seite zur nächsten und merken gar nicht mehr, das ihnen der wahre Luxus nicht mehr gegönnt ist ...ZEIT!

An Tagen wie diesen, wo es nach Frühling duftet ist für mich der Luxus in die Natur zu gehen, stehen zu bleiben und der Natur zuzuhören. Alles um mich herum zu vergessen und den ersten Wildgänsen hinterher zuschauen.

Luft holen, nicht an den Stress auf der Arbeit denken.

Ich nehme mir Zeit, Zeit für so belanglose Dinge wie Spazieren gehen. Ich erlaube mir Dinge, die man vielleicht auch erledigen müsste liegen zu lassen und die Nase in die Luft zu strecken. Und da kann selbst Grau zu einer schönen Farbe werden.

Nach nun gut einem Jahr in Schweden haben wir genug Abstand zu Deutschland bekommen und wir haben hier natürlich nun auch Alltag. Wir müssen zur Arbeit, zur Schule. Wir gehen einkaufen, treiben Sport und treffen uns mit Freunden. Alles Dinge, die Zeit in Anspruch nehmen. Aber hier haben wir gelernt Zeit anders zu dosieren und uns Zeit für ?belanglose? Dinge wie Spazierengehen oder Angeln zu nehmen, wo man im Grunde ja ?nichts? macht.

Allein dafür war der Umzug nach Schweden eine wichtige Erkenntnis.

Nachdem man alles aufgegeben hat und sich alles neu aufbauen muss, bekommt man noch einmal die Chance sein Leben neu zu ordnen und wieder die wirklich wichtigen Dinge des Lebens kennen zu lernen. Man wird wieder empfänglich für so belanglose Dinge wie ?Frühling in der Luft?

Luxus muss kein BMW sein, der ist eh immer schmuddelig hier ;-) und Luxus muss kein Geld kosten.

Das Leben ist kurz, weniger wegen der kurzen Zeit, die es dauert, sondern weil uns von dieser kurzen Zeit fast keine bleibt, es zu genießen.

Jean-Jacques Rousseau

Just nach dem ich diesen Beitrag geschrieben habe kam die Sonne raus, daher werde ich mir nun die Zeit nehmen nach draußen zu gehen.



Euch allen einen schönen Restwinter oder Frühlingsbeginn

Sonntag, Dezember 02, 2007

Nun ist es wieder soweit.

Es beginnt die Adventszeit und überall wird es gemütlich.

Da es ab 16.00 stockenduster ist, gehen hier zeitig die Lichter an.
Worüber sich die Stromanbieter natürlich freuen,denn in dieser Zeit wird an Strom nicht wirklich gespart.

Weil man hier keine Außenrollos hat sieht man in vielen Häusern nun die Familien beisammen sitzen. Gerade in Schweden ist die Weihnachtszeit die Zeit der Familie.

Damit verbunden finden aber auch viele Aktivitäten und Feste statt.
Am 13.Dezember das Fest der heiligen Lucia.
Oder z.B. letzen Dienstag bei uns im Kindergarten die Tomtevandring.

Jetzt ratet mal, wer sich dahinter verbirgt??? HO HO HO

Wer mich, Miriam, kennt weiß natürlich auch dass die Weihnachtszeit meine Zeit ist, denn da kann ich mich immer richtig austoben, was die Dekoration angeht.

Natürlich dürfen meine Elche da ja nicht fehlen, die nun auch überall im Haus zu finden sind.

Weil wir ja dieses Jahr Weihnachten in Deutschland verbringen, haben wir dieses Jahr einen ganz besonderen Weihnachtsbaum, den man sogar überall mitnehmen kann.

In diesem Sinne wünschen wir all unseren Lieben eine schöne Adventszeit.

Donnerstag, November 15, 2007

Mein neuer Arbeitsplatz

Mein neuer Arbeitsplatz

Wie es viele ja schon wissen habe ich(Miriam) nach meiner Sommerarbeit bei Arla Foods
eine neue Anstellung in einem schwedischen Kindergarten mit angeschlossenem Freizeitheim, auf Schwedisch förskola och fritidshem oder auch liebevoll daggis bezeichnet, gefunden.

Hier habe ich derzeit eine 75% Anstellung zur Vertretung (vikariat).

Nun bin ich seit fast 10 Jahren Abwesenheit wieder in meinem alten Beruf als Kinderpflegerin/ Erzieherin tätig. Und es macht mir Riesenspaß.

Es ist eine Elterninitiative.

Der Kindergarten besteht aus dem Elternvorstand, etwa 30 Kindergarten- und Schulkindern zwischen 1 und 12 Jahren und sechs Personen, die für das Wohl der Kinder sorgen, u.a. ich.

Meine blaue Gruppe besteht aus acht Kindern im Alter von durchschnittlich 5 Jahren.

In Schweden geht die Vorschule vom 1ten bis zum 5ten Lebensjahr. Danach wechseln die Kinder auf die Schule und besuchen eine Zwischenklasse, die so genannte nullte Klasse.

Somit werden meine großen bald wechseln.

Da der Kindergarten in einem großen Wohnhaus untergebracht ist, haben wir keine festen Gruppenräume. Alle Kinder spielen in der freien Zeit gemeinsam im Haus in den verschieden eingerichteten Räumen. Es gibt keine festen Bring- und Abholzeiten, wie wir es aus Deutschland kennen, sondern man richtet sich nach den Arbeitszeiten der Eltern. So kann es auch mal vorkommen, dass ein Kind erst um 11.00 kommt.

Damit man genau weiß, wann welches Kind kommt füllen die Eltern ein so genanntes Schema aus wo jeweils die Arbeitszeiten von Vater, Mutter und der Kinder aufgeführt werden.

Auch wir,das Personal haben unterschiedliche Arbeitszeiten. Ich beginne z.B. montags um 9.30 und habe um 17.30 Feierabend. Dienstags fängt mein Tag um 6.30 an und ich habe dann um 12.30 nach dem Essen frei. Auch am Mittwoch habe ich einen freien Tag.

Freitags haben wir rollende Arbeitszeiten, die wöchentlich wechseln.

Ein normaler Tag beginnt um 6.30 Uhr. Bis 8.00 haben die Kinder die Möglichkeit zu frühstücken. Dann wird gespielt. Um 9.30 sammeln wir uns für eine Obstrunde.

Danach ist Zeit für Gruppenarbeit oder Draußenspiel.

Um etwa 11.30 Uhr gibt es Mittagessen, jeden Tag im Daggis gekocht wird. Die Kleinen legen sich danach mit einer Erzieherin zum schlafen, während die anderen mit einer anderen Erzieherin ein Buch lesen. Inzwischen werden die Küche und Tische aufgeräumt.

Später gehen wir dann, wenn das Wetter es zulässt wieder nach draußen zum spielen oder spielen im Haus.

Ab dem frühen Nachmittag kommen dann auch die Schulkinder ins Freizeitheim.

Um 14.30 gibt es dann noch einmal eine Zwischenmahlzeit, das so genannte mellanm?l

Nach und nach werden dann bis um 17.30 alle Kinder abgeholt.

Da im Kindergartenalltag auch die Natur eine große Rolle spielt sind wir sehr viel draußen.

Auch haben wir einmal die Woche die so genannte Knytte (bei den kleinen) und Mulle bei den Großen.

Das heißt, dass wir dann mit einem Rucksack ausgestattet auf das Kindergartengelände gehen.

Zuerst haben wir fika. Die Kinder bringen dann Frühstück von zu Hause mit und essen draußen.

Danach machen wir dann etwas gemeinsam in der Natur, sprechen über Tiere oder machen Experimente. Da ist es auch egal welches Wetter herrscht, wenn es eben geht sind wir draußen.

Da wir auf dem Gelände Hügel, Steine, viele Bäume und auch einen kleinen Bachlauf haben gibt es viele Möglichkeiten sich hier aus zutoben. Vor allem die Seilbahn auf dem hinteren Teil des Geländes wird oft genutzt.

Alles in allem ein toller Platz wo die kindliche Fantasie geweckt werden kann, egal in welcher Jahreszeit.

Sonntag, August 26, 2007

Hermine ist gefangen!

Hatte ich nicht im letzten Post behauptet, das ich meinen Hecht noch fangen werde?

Nun, das es sich dermaßen schnell ereignet hätte ich im Leben nicht gedacht.
Wir hatten den verlorenen Hecht Hugo, den Hammer-Hecht genannt. Heute morgen um 5 Uhr habe ich mich dann mit Petra an deren Boot getroffen, um endlich mal die langgeplante Angeltour ohne restliche Familie durchzuführen. Und weil Petra heute Geburtstag hatte bekam sie erstmal ein kleines Törtchen mit Kerze. Alles in Lidköping schlief noch als wir uns gemütlich Richtung Vänern begaben.
Nach ca eineinhalb Stunden Fahrt bogen wir ein nach Kallandsö. Hier hatten wir noch eine Rechnung mit Hugo offen. Doch auch nach ca 2 Stunden schleppen und Wurfangeln vor Anker stellte sich kein Ergebnis ein.

"Fahren wir zurück. Es gibt ja sicher noch andere Tage an denen man gut fischen kann."
So setzten wir uns wieder in Richtung Lidköping in Bewegung. Der Wind hatte mächtig aufgefrischt und in der Ferne gingen einige sehr beeindruckende Regenschauer runter. "Na besser dort als hier" waren wir uns einig. Ich hatte eigentlich genug vom Schleppangeln, denn auf dem offenen Wasser des Vänerns hatte ich bisher nie Glück, im Gegensatz zu Petra, die eigentlich nur hier Bisse verzeichnen konnte. "Lass Deine Angel doch noch ein wenig draussen" schlug sie vor, als ich sie zusammenbauen wollte. Na gut!
Nach ca. 10 Minuten dann, spielte die Angel verrückt. Die Schnur ging ziemlich schnell von der Rolle. Anhieb, und Tatsache, da musste entweder ein alter Autoreifen oder ein ziemlich großer Fisch am Köder hängen. Da sich der vermeintliche Autoreifen nach kurzer Zeit eilig von mir wegbewegen wollte, war klar: "Hier ist Hugo am Werk!" Sachte, und mit wesentlich mehr Ruhe als beim vergangenen mal, setzte ich die Bremse und holte hier und da mal wieder Schnur ein. Als der Fisch das erste mal die Oberfläche streifte, konnte man mir das Grinsen warscheinlich nur noch aus dem Gesicht meisseln. Petra steuerte das Boot weiter und ich beschäftigte mich derweil damit, den Hecht müde und mürbe zu bekommen. Nach ca. 20 Minuten feinstem Drill zog ich den Fisch ins Boot.
Holla, die Waldfee!!! Das ist mal ein Brocken. Metermaß dabei, und JA, mit 93 cm hat er wohl Mindestmaß. Der gute schlug wild um sich. Als wir dann nach einer äußerst interessanten Fahrt durch ein Gewitter mit herrlichem Regen (horizontal und wie aus Kübeln) und niedlichen Wellen von bis zu einem Meter durchgeschüttelt im Heimathafen ankamen, fuhren wir zu Petra um dort den Geburtstag bei Kuchen und Kaffe zu feiern. Den Hecht essen wir direkt heute, beschlossen wir danach. Also raus, ausnehmen (hier stellte sich fest das Hugo dann eher eine Hermine ist) entschuppen und Filetieren. Ab in Alufolie, würzen und in den Backofen. Nach einer guten halben Stunde roch es sehr nett und wir saßen am Tisch und nahmen Hermine zu uns. Dies war mein erster Hecht, den ich gegessen habe und ich muss sagen, das kann man wohl öfters haben. Lecker, war die einstimmige Meinung.
Da es nun natürlich zu beweisen gilt, das es sich nicht um Anglerlatein handelt, hier zwei Bilder. Hier ist nichts verändert oder gestellt. Nicht einmal das Grinsen. Denke mal, das wird bis morgen fest eingebrannt sein in meinem Gesicht.

Petra noch einmal: Alles Liebe zum Geburtstag und Petri Heil :-)




Weitere Fotos gerne auf Anfrage

Freitag, August 24, 2007

Vorbei ist es mit dem Sommerloch!!!

Hallo Liebe Leser,
Zuerst einmal sei gesagt, das wir noch leben!. Die letzten 9 Wochen seit dem vergangenem Beitrag ist auch einiges passiert, aber irgendwie konnte ich den inneren Schweinehund nicht besiegen und habe das Schreiben immer vor mir hergeschoben.

Dieses herrliche schwedische Sommerwetter ( nahezu 4 Wochen Dauerregen während Maevas Ferien) lädt geradezu ein, absolut nichts zu tun.
Natürlich war es nun wirklich nicht dermaßen öde, wie es klingen mag, deshalb schreibe ich nun wieder mal einen längeren Artikel. Ich berichte vom Schuljahresabschluss, einem Geburtstag in einer deutschen Hochburg Schwedens, dem Neuerwerb von Petra und Andrea und den damit verbundenen Freizeitvergnügen und von kulinarischen Neuerfahrungen.

Maevas letzter Schultag vor den GROSSEN! Ferien im Juni war äußerst festlich. Die Kinder wurden gebeten in ihren feinsten Kleidern zur Schule zu kommen, um dort zusammen zum Kindergottesdienst zu gehen.



Vor der Kirche warteten schon ungeduldig Eltern, Familie und Freunde der Kinder um sie zu begrüßen und mit ihnen zusammen den Gottesdienst zu feiern. Die Kirche im Dorf ist ja sehr selten geöffnet ( so wie beinahe alle Kirchen in Schweden ) aber heute war sie voller Leben. Die Bänke waren bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Rektorin der Schule begann die Feier mit einem sehr schönen Lied, das alle gespannt lauschen ließ. Danach erzählte sie eine Geschichte über einen kleinen Jungen der mit seinen Freunden zusammen Großes veränderte und hielt somit den Kindern die Wichtigkeit einer Kameradschaft vor Augen. Die Kinder sangen einige Lieder oder spielten einstudierte Stücke auf ihren Instrumenten.

Nach einem sehr gelungenen Gottesdienst gingen Die Kinder zusammen mit ihren Familien zurück in einem kleinem Umzug zur Schule. Hier trank man noch gemeinsam Kaffee, dankte den Lehrern für ein gutes Schuljahr mit Blumen oder kleinen Präsenten und klönte noch ein wenig mit den anderen Eltern.



14 Juli. Maeva hat Geburtstag. Miriam und ich waren so gemein und haben im Voraus Maeva im Glauben gelassen, das wir ihren Geburstag nicht feiern werden, sondern ein wenig in der Umgebung spazieren werden und dann zusammen vielleicht ein Eis essen werden. Umso erstaunter war Maeva dann, als wir sie sehr früh weckten und der Hund nicht Zuhause war.
Ebenso erstaunt war sie über die Masse der Päckchen und Pakete die in den letzten Tagen eintrafen und die wir nur mit Mühe vor ihr verbergen konnten. Sie war wohl der Überzeugung, man habe sie vergessen.
Wir hatten den Hund abends zuvor bei Petra und Andrea abgegeben um mit Maeva 2 Tage in Smalland zu verbringen. Hier hatten wir uns mit Nicola ( einer ehemaligen Mitschülerin aus dem schwedisch Kurs ) und ihrer Familie verabredet um mit den Kindern ein Wenig in den Fussspuren Astrid Lindgrens zu stapfen. Kurz vor unserem Ziel sagte Maeva plötzlich ? Hier war ich schon einmal, ganz bestimmt?. Und sie hatte Recht, diese Straße haben wir einmal vor gut einem Jahr befahren. Wahnsinn so ein Kindergedächtnis. Als Wir in Vimmerby auf dem Markplatz ankamen, nahmen wir ein zweites Frühstück ein. Dann kamen die Borkener, die zu diesem Zeitpunkt ihre ersten Ferien in Schweden verbrachten. Wir klönten ein wenig und die Kinder spielten gemeinsam auf der Hoppetosse, die auf dem Marktplatz stand. Dann fuhren wir gemeinsam nach Bullerby. Hier fühlt man sich irgendwie wieder in seine Kindhei zurückgesetzt. Der Nord- der Mittel- und der Südhof stehen genau wie im Film in unseren Kindertagen und man wartet regelrecht darauf das Lasse, Bosse und die anderen herausspringen und zusammen Abenteuer erleben. Für die Kinder hat man dann einen Heuboden errichtet, wo die Kleinen ( und manchmal werden die großen sehr klein!!) im Heu toben können oder sich im hohlen Baum verstecken.


Im Anschluss fuhren wir zum Kathult-Hof auf dem der Michel ( Emil ) sein unwesen trieb. Das Haus steht noch genauso da wie in den Kinderfilmen. Witzigerweise hat man die Proportionen wesentlich größer in Erinnerung. Im Schnitzschuppen oder rund um das Haus kann man die alten Filmszenen regelrecht riechen. Ein kleiner Souvenirladen bietet Bilder und Filme sowie allerlei Andenken feil. Wunderschöne Bilder, auf denen Filmszenen festgehalten wurden, säumen die Wände. Leider waren diese Bilder unverkäufliche Originale. Maeva kaufte sich von ihrem Geburtstaggeld ein Kleid das genau wie das Kleid der kleinen Ida aussah. Wir kauften noch eine CD mit den Schönsten Liedern aus allen Astrid-Lindgren Filmen. Der Tag war schon weit fortgeschritten und somit fuhren wir zurück nach Vimmerby um zusammen mit den Borkenern etwas zu essen. Bei Pizza und Salat saßen wir noch zusammen und erzählten ein wenig von den Erfahrungen und Eindrücken in einem fremden Land als Auswanderer.

Wir hatten bereits vorher beschlossen, das wir nicht am gleichem Tag zurückfahren werden, da Vimmerby doch gute 3 Stunden Autofahrt entfern lag. Also hatte Miriam ein Zimmer in einer Pension in Smalland gebucht. Hier angekommen wurden wir dan erstmals Zeuge einer deutschen Hochburg in Schweden. Dieses Dorf hatte mittlerweile einen Ausländeranteil von über 70%. Und diese Ausländer waren mit Masse Deutsche. Den Rest bilden Holländer, Dänen und Norweger. Aufgrund der Menge der meistgehends Sommergäste wurde dann auch vor einiger Zeit die Schule geschlossen, der örtliche Lebensmittelladen abgerissen und die Kaufpreise für Schweden unerschwinglich gemacht. Zahlen die deutschen doch alle Preise.

Wenn man dann noch erfährt, das zum Beispiel in einer Straße bis auf eine schwedische Familie ausschließlich Deutsche wohnen und diese ihren Nachbar zwar nett finden, aber bedauern das dieser kein deutsch spricht, fühlt man sich ein wenig als Besatzer und schämt sich für das fehlende Integrationsstreben der alten Landsleute. Die schwedische sprache ist nun wirklich leicht zu erlernen, da sollte mal einer versuchen Isländisch zu verstehen!.

Nun zu etwas ganz anderem!!

"Frank, schau mal hier im Internet, was hältst du denn davon??" so schrieb Petra in einer Mail. Ich öffnete den Verweis aus der Mail und war erstaunt. Da lag ein nettes Boot, gepflegt und schick im Wasser. "Absolut in Ordnung und ganz günstig" hieß es im Schreiben weiter. Und "kannst Du vielleicht mitkommen zur Besichtigung?" Na Klar kann ich!
Also trafen wir uns zum verabredeten Termin in Lidköping wo wir uns mit dem Besitzer des Bootes treffen wollten. Nach kurzem warten kam dieser auch in Begleitung von Familienangehörigen. Er habe dieses Boot gekauft, aber leider nie die Zeit dazu gefunden, es zu bewegen. Die gute alte Dame wäre aber in einem tadellosen technischen Zustand. Nun, dieses festzustellen war ja Grund des Treffens. Er öffnete das Boot und zeigte Andrea und Petra erst einmal alles Wissenswerte über ESMERALDA. Das Boot war ursprünglich ein Segelboot wurde aber vor ca. 50 Jahren in ein Motorboot umgerüstet. Ausgestattet mit einem Einzylinder-Dieselmotor käme es auf eine maximale Geschwindigkeit von ca. 12 km/h, wobei die Langsamkeit des Bootes den speziellen Reiz ausmachen würde. Nun im Grunde perfekt für die beiden Neukunden. Nach einer kurzen Probefahrt ( Esmaralda sprang ohne murren sofort an ) wurde man sich schnell einig über den wirklich günstigen Preis, der zu allem Erstaunen auch noch die Liegegebühr für den Rest des Jahres sowie einen Bootsanhänger beinhaltete. Glück muss man/ Frau :=) haben! So ein Boot findet man nicht jedertage im Netz. Der Absolute Vorteil für Petra war dann auch das der ehemalige Eigner den Text im Netz sehr bescheiden ausfallen hatte lassen und kein Bild dazu eingestellt hat. Wir fuhren direkt eine kleine Runde von gut 2 Stunden mit Esmeralda raus auf den Vänern. Und man muss der betagten Dame ein absolutes Lob aussprechen. Langsam und Spurtreu fuhr sie Zuverlässig ihre Runden. Petra war zu Recht begeistert. Wir verabredeten uns für den kommenden Sonntag an dem wir einen ganzen ag auf dem Wasser verbringen sollten.
An diesem Tage wollten wir dann auch ein wenig Schleppangeln. Wir fuhren von Lidköping gute 12 km nordwärts bis wir an der Einmündung zu Kollandsö einer Halbinsel im Vänern kamen. Hier hatten Miriam, Maeva und ich erstmals das Schlauchboot ausprobiert und das Gewässer für sehr angenehm empfunden. Außerdem waren alle Ufer von Schilf umsäumt, ein gutes Zeichen für Hechte. Und nach einem kleinen Halt an einem Jachthafen, wo wir gemütlich einen Kaffe tranken und einige wieder entsorgten, setzten wir uns wieder in Bewegung um ein wenig zu fischen.
An einer besonders engen Stelle schnarrte die Bremse meiner Angelrolle plötzlich. Ich dachte es sei sicherlich ein Hänger des Köders auf dem Boden. Aber nach kurzem rollen stellte ich fest, das es sich um einen großen Hecht handelte. Dieser kam immer wieder an die Oberfläche und zeigte seine beeindruckende Größe. Aufregung auf dem Boot. "Wo ist der Fotoapparat??, Wie bekommen wir den hier rein?? Papa, beißt der um sich??." Und als sei es nicht genugt sagte Petra, das wir weiterfahren müssen, da sich ein kleiner Stau hinter uns gebildet hatte. Ich versuchte weiter den Hecht bei Laune zu halten und gab ihm abwechselnd mal Schnur, mal Bremse. Da wir uns in Bewegung setzten war es nicht so einfach, den Fisch richig zu drillen, versuchte der Hecht doch immer wieder in Richtung Ufer zu kommn. Dies wäre der sichere Abbruch der Angelaktion und ich versuchte ihn immer wieder daran zu hindern. Als ich in dann in der Nähe des Bootes hatte und gerade den Kescher ansetzten wollte, schlug er um sich und zerriss die Schnur. Da schwamm er hin, meinen Köder noch im Maul. Enttäuscht, aber doch irgendwie fasziniert darüber, das ich einen dermaßen großen Burschen an der Angel gehabt hatte fuhren wir dann weiter.
Bevor hier der Vorwurf des Anglerlateins aufkommen mag, gebe ich erst keine Größenangaben. Auf Dauer werde ich ihn bekommen, meinen Hecht....... Schade nur das er nun mit einem Haken im Maul schwimmen muss. Hoffentlich kann er sich davon befreien.
Wir fahren auf jeden Fall nun wesentlich öfters auf dem Vänern.

Kulinarische Besonderheiten der Schweden sind ja nun nicht so bekannt wie die der Franzosen. Wobei, wenn mir einer mit schimmeligen Käse oder glibberigen Schnecken sowie Fröschen ankommen würde, wäre ich sicherlich schwer zu überzeugen. Bengt hatte uns eingeladen zusammen mit Freunden beim Kräfte väcken dabei zu sein. Und da wir jede neue Erfahrung gern mitmachen gingen wir zur Krebspremiere an die improvisierte Hütte nahe des Flüsschens an dem Bengt das Fischrecht besitzt. Auf ungefähr 50m Länge hatte er einige Krebskäfige ausgelegt und bat Maeva doch beim ausholen behilflich zu sein. Die war dann auch direkt Feuer und Flamme, als im ersten Käfig einige Krebse gefangen waren. Insgesamt fischten sie und Bengt einige Dutzend aus dem trüben Wasser. Interessanterweise sah man überall Flussauf- und abwärts Menschen um ihre Käfige sitzen klönen und gegenseitig die Fänge zu begutachten oder hier und da auch mal hämisch zu kommentieren.
Tags darauf kam Bengt zu uns nach Hause und brachte die fertig gekochten und eingelegen Krebse um uns zu zeigen wie man diese Delikatesse richtig zu essen hab. Nach einer kleinen Unterweisung haben wir dann alle drei die leckeren Krebse genossen.

Schon mal was vom Surströmming gehört??
"Das ist doch dieser gammelige Fisch in den ausgebeulten Dosen, der zum Himmel stinkt und furchtbar schmeckt" Richtig!, aber schon mal selbst probiert?? Gerüchte gibt es ja einige von dieser Besonderen Mahlzeit. Kenneth hatte einen jungen Maurer aus Gotland bei sich über die Sommerzeit beschäftigt und genau dieser schwört auf die Delikatesse. Im Gespräch mit ihm stellte sich schnell heraus, das es wohl zu 80% an der Zubereitung des Gerichtes läge ob es genießbar sei oder eben nicht. Nun gut. Bin ich also mal mutig und probier das Zeug einmal um zumindest sagen zu können, das ich es versucht habe. Miriam fuhr mich zu Kenneths Stuga, wo Gabriel der junge Gotländer wartete. Er sagte, dass das Geheimnis eigentlich darin läge den Geschmack nicht zu konzentrieren, sondern mit einigen anderen Zutaten zu vermischen und den Fisch nur als Würze zu benutzen.
Als Gabriel die Dose öffnete, schlug und ein Geruch entgegen der atemberaubend war.
Was den Duft angeht waren also alle Gerüchte war. Eine Mischung aus verdorbenem Fisch und Kläranlage kann den Duft erklären. Er bereitete Dünnbrot zu, legte Karoffeln in Scheiben und ordentlich Zwiebeln dazu. Dann zerschnitt er die Fischfilets in kleine Stücke und verteilte sie auf den Kartoffeln, rollte das Brot zusammen und biss hinein. Da sich in seinem Gesicht keinerlei Farbveränderungen einstellten, machten Miriam, Kenneth und ich es ihm einfach nach. Die ersten Bisse waren ohne Fisch. Als dann ein Stück Surströmming dazu kam war ich überrascht. Der Geschmack war würzig, etwas salzig aber in keinem Fall gammelig. So aßen wir brav unsere Portionen auf und Gabriel war stolz darüber, drei weiteren Personen das Gericht nahe zu bringen. Wir saßen noch eine Weile zusammen und fuhren spät abends nach Hause mit einer interessanten Erfahrung mehr im Gepäck.
Mehr dazu hier.....

Sürströmming


Doris, unsere ehemalige Schwedischlehrerin wäre sicher stolz auf uns!
Ich denke mal das Gericht ist ähnlich wie Vaters "Handkäs mit Musik". Ab und an sehr nett, muß man aber nicht jeden Tag haben. Der Duft war jedenfalls ähnlich scheusslich!!

Ich hoffe, die Ereignisse der letzten Wochen haben euch gefallen. Sei nur noch zu erwähnen das ich mich freue über die positive Resonanz dieses Blogs und über die Tatsache einen festen Leserstamm zu haben. Natürlich freut es einen auch zu hören, wenn neue Leser dazukommen, somit Grüße ich an dieser Stelle recht herzlich den Vater von Petra.
Vielleicht hat ja der ein oder andere Leser mal einen Einwand oder Fragen zu uns oder dem Tagebuch. Ich würde mich über weitere Zuschriften unter frank@eickhoff.org sehr freuen.

Euch noch einen schönen Restsommer und gute Tage bis zum nächstem Artikel
Frank


Sonntag, Juni 10, 2007

Eine Seefahrt Teil 2

Bei wunderbarem Wetter, 30C° strahlendblauem Himmel, kein Wölkchen weit und breit, beschlossen wir gestern eine Runde mit unserem Boot zu machen. Es sollte wieder der Sämsjö nahe Annelund sein. Wir nahmen Rembrandt mit um ihn einmal auf Seetauglichkeit zu testen. Gegen halb 10 morgens setzten wir 4 uns dann auf dem Wasser in Bewegung. Bei spiegelglattem See und absoluter Windstille glitten wir über das Gewässer.



So herrlich hatten wir es bisher noch nie auf unserem Boot. Wir steuerten die Insel an, die ich bereits kannte. Rembrandt sprang vor lauter Freude erstmal ins kühle Nass um sich zu erfrischen.



Maeva probierte ihre neue Angel aus und Miriam legte sich zum entspannen auf einen großen Felsen.


Diese absolute Ruhe und die Schönheit der Natur sind überwältigend.



Gut das es hier in der Nähe unzählige Gewässer gibt und sich das Volk dementsprechend verteilen kann. Dazu kommt, dass die Schweden nicht so ein Freizeitvolk wie die Deutschen sind. Zumindest nicht außerhalb der Ferien Wir drehten noch einige Ehrenrunden um die Insel und Maeva fand gefallen daran mit abgeschaltetem Motor das Boot paddelnd fortzubewegen. Nach einigen Stunden in der Sonne und auf der kleinen gemütlichen Insel, die trotz einigen Verkehrs auf dem See ausschließlich für uns blieb tuckerten wir zurück in Richtung Auto.

An einem Strandbad, das am Sämsjö liegt, war auch mehr Volk als am Rest des Sees. Zum Glück haben wir unser Boot, ermöglicht es uns doch etwas mehr Abgeschiedenheit.
In den Ferien werden Maeva und ich dann auch einige weitere Tagestouren machen. Dann soll der Götakanal zwischen den beiden großen Seen erobert werden.

Freitag, Juni 08, 2007

Martinas Abitur

Der Schulabschluss ist sicher ein wichtiges Ereignis für Jedermann. Die Art diesen zu feiern variiert aber stark. Hier in Schweden ist es ein großes Fest an dem Freunde und Familien geschlossen teilnehmen. Am letzten Tag der Schulzeit machen sich die Schüler in festlichen Kleidern und den typischen schwedischen Studentenmützen auf um ein letztes mal zusammen zu sein und ihre Lehrer gebührend für die Qualen der letzten Jahre in unbequeme Kostüme zu zwängen und sie dann quasi an den Pranger zu stellen.

Wir waren eingeladen zu Kenneths jüngster Tochter Martina zu kommen, um gemeinsam mit der Familie zu feiern. 2 Tage vor der Veranstaltung trafen wir uns bei Kenneth zuhause um dort ein wenig den Garten für die Feier vorzubereiten. Wir bauten einen Fallschirm als Sonnenschutz auf.



Und da an dem Tag zufällig Nationaltag war, aßen wir anschließend etwas Kuchen und tranken Kaffee. Wir schmückten die anwesenden mit kleinen Schwedenfähnchen um unsere Verbundenheit zu dem Land zu zeigen.



Eltern und Schüler versammelten sich am Tag des Schulabschlusses zuerst in der Odenhalle in Falköping um dort ein Abschiedszeremoniell zu feiern, bei dem verschiedene Personen vorsprachen und die Schüler verabschiedeten. Danach setzten sich alle in Richtung Marktplatz in Bewegung um dort von Freunden und Familienmitgliedern empfangen zu werden.



Für jeden Schüler wird ein Schild angefertigt auf dem ein Bild aus Kindheit der des Studenten zu sehen ist.



Versehen mit Namen und Klassenbezeichnung finden so alle Freunde schnell ihren Studenten. In einer Art Karnevalszug schreiten die Schüler einmal komplett um den Marktplatz um sich unter lautem Gesang und Rufen ihrer erlernten Lasten zu befreien. Einige Lehrer mussten ziemlich herbe herhalten und sich zur Schau stellen lassen in teilweise äußert heftigen Kostümen. Bei Temperaturen um die 30 C° sicherlich kein nettes Unterfangen. Dann lösten sich die Schüler aus dem Torso und gingen zu ihren Familien. Dort angekommen wurden sie beglückwünscht und mit den unterschiedlichsten Sachen dekoriert.
Üblicherweise, habe ich erfahren, hängt man ?seinem? Schüler ein Blumenkranz um den Hals. Die heutigen Freunde machen sich aber einen Scherz daraus die unmöglichsten Dinge anzubringen.




Und so war es nicht verwunderlich wenn mal schnell 10-15Kg Gewicht zusammenkamen. Martina bekam so viele Dinge, dass sie sich zum Schutz ein Handtuch unter die Bänder
legen musste.






Mehrere Tausend Personen feierten mit den Abschlussklassen und begleiteten diese dann auch vom Marktplatz zu einem Autokorso, der sich vom Markt einmal durch die Straßen Falköpings bewegte. Auf LKW`s, in Cabriolets oder sonstigen Fahrzeugen fuhren die Schüler auf und ab unter lautem Gehupe, Gesängen und Glückwunschrufen aus der Bevölkerung.

Anschließend trafen alle Familienmitglieder bei Martina zuhause ein. Dort gab es ein leckeres Buffet und alle saßen bei Sonnenschein und kühlen Getränken oder Kaffee zusammen und feierten ihr bestandenes Abitur. Gegen Abend ging die Feier zu Ende und Martina machte sich auf um mit den anderen Studenten anständig Party zu machen.

Für uns war dies eine weitere, sehr nette Erfahrung, hatten wir ein solches Ereignis in Schweden doch höchstens mal in einem Reisebericht gelesen selbst aber nicht miterlebt.Von Uns noch einmal ein "GRATTIS TILL EXAMEN"

Mittwoch, Juni 06, 2007

Blumenwanderung

Blomstervandring konnte man auf der Anschlagtafel des Dorfes lesen.
6 Juni 19°° Uhr. Das ist ja mal eine angenehme Zeit. So fuhren wir zum Heljesgarden direkt in der Nähe vom Dorf um das, von der Straße aus sehr unscheinbar wirkende, alte Haus in Augenschein zu nehmen. Langsam trafen die Besucher die an der Wanderung teilnehmen wollten ein. Der Guide war Mats Rosengren. Er arbeitet beim Naturverein Hornborgasee und ist ein absoluter Fachmann in Sachen Natur. Mit den Schulkindern hatte er vergangene Woche ein Seminar zum Thema überleben in der Natur ohne Strom, fließend Wasser oder Supermarkt veranstaltet.

Als alle Gäste zusammen waren, erzählte er etwas zur Geschichte des Hauses und des dazugehörigen Grundes der sich über einige Hektar erschloss.



Hier arbeitet der Heimatverein seit Jahrzehnten daran, alte beinahe vergessene Sorten Getreide, Obst, Gemüse und wilde Blumen und Gräser zurück zu gewinnen. Auf einer großen Wiese die sich völlig selbst überlassen scheint fanden wir unzählige seltene Blumen die von den Teilnehmern bewundert und bestimmt wurden.





Zur Krönung sang dann noch eine Nachtigall ihr Lied.
Es gab für mich unzählige Fotomotive und für Miriam ebenso viele Möglichkeiten sich mit der hiesigen Blumenkultur auseinander zu setzten.




Nach ca. 2 Stunden gemütlichen Wanderns waren wir dann zurück am Ausgangspunkt.
Eine sehr löbliche Einrichtung, die sich mit fast vergessenen Techniken und Sorten beschäftigt. Schade eigentlich ist nur das so viel Erfahrung und Fertigkeiten trotz sorgfältiger Dokumentationen und Publikationen verschwinden. Denn wie man zum Beispiel eine Sense richtig dengelt ist den heutigen Schmieden nicht mehr bekannt.

Samstag, Mai 26, 2007

Eine Seefahrt die ist lustig....




Nachdem ich mehrfach (einigen Lesern nach zu heftig) ausgeteilt habe, will ich heute mal wieder von etwas angenehmen berichten.

Der Name Kenneth ist ja bereits mehrfach in diesem Tagebuch gefallen. Und weil er auch in letzter Zeit immer wieder helfend zur Seite stand, haben wir uns vorgenommen mal einen ganzen Tag am und auf dem Wasser zu verbringen. Sein Schwager Bengt, der in den letzten Wochen immer mehr zu meinem >>Privatlehrer<< in Sachen schwedisch geworden war, sollte mit von der Partie sein. Außerdem haben wir noch einige Flaschen tyska Öl (also nettes deutsches Bier) eingeladen uns doch einfach zu begleiten. Der Aufforderung kam das Bier dann auch direkt nach, kündigte aber an, dass es eventuell nicht wieder nach Hause wollte. Nun, dies konnten wir wohl gut verschmerzen.

Zu nachtschlafender Zeit (also gegen 9 Uhr morgens) trafen wir uns dann bei Kenneth um dann in Richtung Sämsjö zu fahren, der in der Nähe von Annelund liegt. Den See hatte ich bereits einige Wochen zuvor besichtigt. Er ist ungefähr 4km lang und knapp 2km breit, beherbergt einige nette Inseln und liegt ziemlich windgeschützt in einem Tal.
Nachdem wir uns eine Fiskekort gekauft hatten luden wir das Boot und alle Utensilien ab und bauten das Boot auf.



10 Minuten und erstes Bier später stachen wir in See. Das Wetter war herrlich und die Wogen auf dem See waren minimal. Ideales Fischwetter. Ich hatte zwar mal irgendwo gelesen, dass sich die Fische mehr so in der Morgen- und Abenddämmerung sehen lassen, aber was weiß ich schon vom fischen?? Nachdem wir den See das erste mal in seiner kompletten Länge durchkreuzt hatten, sagte Bengt, wir sollen doch einmal in eine kleine Bucht fahren die von Schilf und Seerosen umringt ist, denn dort stehen die kapitalen Hechte.

Ich habe noch nie einen Hecht gefangen und war auch ziemlich heiß drauf, endlich mal einen am Haken zu haben. Wir also geankert und uns an einen sehr viel versprechenden Platz gestellt. Und siehe da, bereits nach weniger als 5 Minuten stellte sich der erste Erfolg bei Bengt ein. Die Rute bog sich verheißungsvoll durch und Bengt arbeitete kräftig an der Rolle. Nach einem kurzen aber harten Kampf kam dann der vermeintliche kapitale Hecht zu Tage. Mein lieber Scholli, dachte ich nur. Mit einer Spannweite von fast einem Meter war das doch mal ein brauchbarer Fang. Nur die Form kam mir irgendwie etwas merkwürdig vor. Auf meine Frage, ob das nun ein typischer schwedischer Hecht sei, bekam ich nur ein missgelauntes Murren.



Neues Spiel neues Glück also. Wir fuhren etwas weiter um uns zwischen 2 Inseln zu stellen und hier etwas mehr Erfolg einzufangen. Einige Bier später wurde der Druck im Blasenbereich meiner Passagiere unerträglich und sie baten, eine Insel anzusteuern.
Ich verzichtete auf das Bier, musste ich doch Boot und später das Auto sicher nach Hause steuern. Auf der Insel angekommen und von den Lasten der deutschen Braukunst erleichtert, entschieden wir, noch einige Zeit hier zu verbringen.



Wir verteilten uns etwas und nach kurzer Zeit hatte Kenneth dann einen ersten Biss. Dieser Brocken war dermaßen widerspenstig und kampfbereit, dass Kenneth richtig gut zu tun hatte. Dann die Enttäuschung schlechthin. Das Material seiner Rute gab nach und die Schur riss. Somit konnte der erste richtige Fisch abhauen. Er kam zu mir um einen neuen Köder zu befestigen.
In diesem Moment war Jubelgesang von Bengts Seite zu hören. Er hielt triumphierend einen Barsch in der Hand. Da beide Fische in der gleichen Bucht gebissen hatten, war nun an weiterfahren erst einmal nicht zu denken.
Wir warfen also unsere Ruten aus wie die Berserker. Als nach knapp einer halben Stunde kein weiterer Biss kam, brachen wir die Aktion ab. Witzigerweise konnte man sehen, wie die Fische teilweise aus dem Wasser sprangen um Fliegen von der Oberfläche zu schlucken.
Nun, an Fliegen hatten wir nicht gedacht. Etwas niedergeschlagen (mal von Bengt abgesehen)setzten wir unsere Bootsfahrt fort. Da bereits einige Stunden vergangen waren, beschlossen wir, uns langsam auf den Heimweg zu machen, musste Kenneth doch noch am Abend zu einer Geburtstagsfeier.
Bengt prahlte mit seinem Fang und seine Brust platzte bald vor Stolz. Kenneth und ich machten uns dran den Fisch immer mickriger zu reden, was bei Bengt natürlich nur auf taube Ohren stieß. Er war überzeugt von seinem Fang und irgendwie hatte man das Gefühl, der Fisch würde in der Tasche nun weiter wachsen. Zumindest von den Erzählungen her wuchs und wuchs der kleine Barsch auf kapitale Ausmaße.



Wieder am Bootsanleger angekommen, bauten wir in Ruhe das Boot ab und packten alle Sachen wieder ein. Dann machten wir uns auf den Heimweg.

Ich konnte es einfach nicht lassen ein wenig mit Photoshop den Fang zu bearbeiten um Bengt dann ein Foto seines Rekordverdächtigen Fisches auszuhändigen. Die Lacher waren ganz auf meiner Seite!



Abschließend, kann man sagen, dass wir Baggerspaß hatten und beschlossen haben, diesen Tag gerne einmal zu wiederholen. Dann mal mit einem anderen Fahrer und vielleicht mal schwedischem Bier?.. mal sehn.


Donnerstag, Mai 24, 2007

Etwas ungewöhnlich

Vielen Dank an alle treuen Leser dieses Tagebuches.

Wir bekommen haufenweise Anschriften und Zusagen per Mail. Das macht natürlich etwas stolz. In letzter Zeit kommt aber die Meinung auf, das sich das Auswandern als sehr leicht darstellt (hatten die Eickhoffs doch immer alle Türen offen vorgefunden).

Ich will hier nicht groß rumschwafeln, dennoch aber einige Illusionen mal etwas, na sagen wir, ins rechte Licht setzten.

Mensch, ihr hab?s doch einfach gehabt, da kommen wir auch in eure Gegend. So in etwa schrieb eine Familie aus Deutschland, die ihren Traum der Auswanderung ungefähr einen Monat vorher beschlossen hatten.
Ich ermutige wirklich gerne, in eine andere Gegend als Smalland zu ziehen, trifft man doch dort vorzugsweise Deutsche. Und ich muss ja nicht auswandern um quasi << unter sich>> zu sein. Denn dann stellt sich die Frage, warum ich denn das Land wechsle, wenn ich alle alten Geflogenheiten antreffe?. Wir haben hier in unserer Gegend einen absolut guten Start gehabt. Dies liegt ganz klar an einigen Faktoren, die NICHT durch die Umwelt bestimmt wurden. Als wir uns nach Schweden aufgemacht haben, wussten wir, das unserer Status und unser Einkommen aus Deutschland ganz sicher einige Jahre nicht erreicht werden kann. Das liegt zum einem an der Sprachbarriere, zum anderen einfach an der Tatsache das auch die Schweden zuerst Landsleute, dann Europäische Ausländer und zuletzt nicht-europäische Ausländer einstellen. Also mit der Meinung, ich war in Deutschland Bäckermeister, also werde ich hier auch Bäckermeister, kommt man hier nur äußerst selten an. Ich habe das absolute Glück, das ich für 3 Jahre Übergangsgelder der Bundeswehr beziehe. Das sind 75% meines alten Gehaltes, also durchaus eine Grundlage zum täglichen Überleben. Hätten wir dieses Geld nicht, hätten wir den Schritt in 2007 niemals gemacht. Für uns steht Schweden schon sehr lange fest. Sehr lange heißt nicht gerade mal einen Monat! Mich verwundert es immer mehr, welchen Einfluss Auswanderersendungen haben. Eigentlich müsste es doch erschrecken, sieht man dort Woche für Woche, wie es für die Masse derer ausgeht, die sich schlecht vorbereitet haben ( ich sage nur Auswandern nach Spanien ohne ein Wort spanisch ).

Gerade habe ich noch mit Petra über dieses Phänomen gesprochen und sie sagte einen sehr guten Satz den ich mit ihrer Erlaubnis hier einbringen möchte.

Eine Auswanderung mit der Aussage << Da fangen wir noch mal ganz von vorne an >>. ist nur in Bezug auf die Region möglich. Seinen Charakter, seine Vorlieben, Vorurteile, Geschmäcker und Abneigungen behält man bei. Ich habe mich in Schweden nur dahingehend verändert, dass mich die deutsche Hektik etwas verlässt. Aber wie Petra sagt: Man nimmt sich selbst mit, und hinterlässt nur Freunde und Familie oder Habseligkeiten, aber niemals Charakterzüge.

Wir sind auch nur deshalb gut aufgenommen worden, weil wir auf die Menschen zugegangen sind, unsere Hilfe überall angeboten haben und unsere Wünsche unter die der Mitmenschen gestellt haben. Mal ein Vergleich: Ich komme gebürtig aus einem kleinem Dorf im Sauerland. ( und die sind ja mal für ihre Kontaktfreudigkeit bekannt, die Westfalen!). Wenn man dort hinzieht und sich nicht integriert oder sogar komplett anpasst, hat man keine Möglichkeit in die Dorfgemeinschaft zu kommen. Und eins könnt ihr mir glauben, ein wenig Westfalen findet man in jedem Dorf der Welt. Freundlichkeit kommt nicht, man muss sie zuerst bringen. Und um nun völlig abzuschwafeln, fällt mir nur ein: Man erntet was man sät.

An die, die ihr auswandern wollt, sei noch einmal gesagt. Bereitet euch vor! Lernt das Land kennen bevor ihr dort hinzieht. Deutsch sein gilt nicht überall als schick. Und die Art wie wir Deutschen im Ausland auftreten ist schon heftig. Eure Weisheiten, seien sie auch noch so gut, stoßen nicht überall auf Verständnis. Und nur wenn ihr bereit seid, auch in einer unteren Gesellschaftsschicht anzufangen ( im SFI Kurs wird einem das so richtig bewusst, das man mit allen anderen Ausländern in einen Topf geworfen wird und eben nicht priviligiert ist )und euch wirklich zu integrieren, sowie mit dem Land in dem ihr dann wohnen werdet, zu identifizieren, werdet ihr einen angenehmen Start und Aufenthalt haben. Hier seid ihr die Ausländer!


Ich wünsche Euch einen leichteren Start als diesem hier, aber sinnbildlich trifft dieses Bild aus dem März ganz gut zu. Der kleine hat es gegen den kalten schweren Schnee geschafft, weil er sich gut integriert hat und nun der Schnee etwas von seinem Platz für den neuen Baum freigibt!



Samstag, Mai 12, 2007

Der Monat April bis Mai

Was heißt hier eigentlich: Sie sind da?
Nun, wir hatten diesen Monat den absoluten Rekord was die Anzahl an Kranichen angeht.
13900 Stk. am Sonntag vor Ostern. In dieser Woche war Pasklovet (also Ferien vor dem Osterfest) und dies konnte man dann auch am Hornborgasee sehen. Tag für Tag stehen mehr Wohnmobile und Wohnwagen hier, kommen immer mehr Busse gefüllt mit Volk die ihre Ferngläser im Anschlag artig zu den Beobachtungsplätzen trotten um dort dann dem Spektakel der Kranichversammlung zuzuschauen. Also, das ist schon sehr imposant. Majestätisch in der Luft und am Boden bedächtig futternd, bis sich ein Konkurent in den Weg stellt. Dann unter lautem Getöse Imponiergehabe und Revierkämpfe. Für mich eigentlich viel interessanter, wenn das Volk sich nach der Kaffeezeit wieder davon macht und die Plätze sich leeren, fahre ich gerne an die Futterplätze um dort gegen Sonnenuntergang die Massen zu beobachten wie sie sich an ihre Nachtlager machen. Da können mal gut und gerne 200 Vögel auf einen Schlag in die Luft steigen um sich dann nach kurzer Zeit zu trennen. Wie es ungefähr aussieht wenn sich knapp 14000 Vögel treffen um gemeinsam zu futtern sieht dann so aus!

Bitte etwas gedult, das Foto besteht aus 13 Einzelbildern. Bei Bedarf einfach vergrößern!



und hier in voller Pracht :
bitte klicken






Das sich die deutsche und die schwedische Kultur sehr ähneln kann man auch an den Festen sehen. Hier wie da ( wobei ihr nun bestimmen dürft was was ist )feiert man Ostern sehr ähnlich. Die Fastenzeit beginnt hier auch am Aschermittwoch, wobei man Karneval hierzulande nicht feiert. Am Tage vor Aschermittwoch dem Fettisdag mampft man noch einmal so viel fettiges Zeug wie möglich um über die magere Zeit bis Ostern zu kommen. Und da das echte Fasten eigentlich nicht mehr soooo streng durchgeführt wird, freut man sich am Fettisdag leckere Semlor ( eine Mischung von Windbeutel und Berlinern mit Mandelmasse ) zu Hauf zu bekommen. Der Karfreitag ( Langfredag ) ist auch hier ein Feiertag den ich genutzt hatte mit Schwiegervater ein wenig angeln zu gehen und ihm damit die hiesige Natur etwas näher zu bringen. Schwiegereltern waren eine Woche zuvor gekommen, um mit uns Ostern zu feiern. Das Wetter am Karfreitag war herrlig, nur die Fische waren wohl auf einer Wallfahr oder hatten das mit dem Fasten wohl irgendwie spitz bekommen. Egal welchen Köder wir anboten, es kam immer nur der blanke Haken zurück. Ohne Fisch, aber trotzdem gutgelaunt machten wir uns auf den Heimweg. Am Ostersamstag ziehen die Kinder von Haus zu Haus um als Hexe verkleidet ein Paar Godis ( Süßes ) zu erhaschen. Ostersonntag kommt dann auch hier der Osterhase und bringt den Kindern Süßes und Präsente.Maeva staunte nicht schlecht, als im Garten alles mögliche verteilt lag,



und selbst Rembrandt bekam ein Halstuch auf dem "ich bin nicht so gefährlich wie ich aussehe" stand.





Dienstag früh fuhren Schwiegereltern wieder zurück nach Deutschland. Es war schon bewundernswert, wie die beiden als völlig hektisches Paar ankamen und nach nur 10 Tagen Urlaub ziemlich "lungt" ( relaxt ) wieder abfuhren. Das zeigte uns wie hektisch auch wir noch vor nicht ganz 4 Monaten waren und wie sehr wir uns an den wesentlich angenehmeren Tagesablauf hier gewöhnt haben.
Witzigerweise gibt es dann aber doch einige Unterschiede was die Bräuche angeht.
Z.B. werden hier in der Osternacht Feuerweke gezündet und das Osterfeuer, das ich aus meiner Heimat kenne, brennt hier eigentlich erst zum 1 Mai.


Wenn Du mal nach Schweden kommst, gehen wir auf jeden Fall Angeln. Das habe ich immer zu Schwiegervater Peter gesagt. Und nun hatten sich Miriams Eltern ja für eine Woche Besuch angekündigt und wir konnten es endlich mal wahr machen.
Peter brachte seine Angelausrüstung mit und wir machten uns auf nach Hökensas, einem Naturreservat in der Nähe von Hjo, einer Stadt am Vättern. Hier wollten wir unser Glück versuchen. Schwiegervater hatte mehrere Spinnruten mitgebracht und wir versuchten es an einem der 12 Seen im Reservat.
Hier zeigte sich schnell, das der Grund sehr steinig und in der Nähe des Ufers auch noch algig war. Das sorgte für einige Hänger und die Laune stieg nicht unbedingt an. Dazu kam das der Boden sehr aufgeweicht war und wir irgendwie keinen richtigen Halt fanden. Kurzerhand entschlossen wir einen anderen See aufzusuchen.
Diese Entscheidung stellte sich als voller Erfolg raus, denn nach bereits 15- 20 Minuten mit einem Spinner als Köder biss ein Fisch an Peters Haken an. " Das zieht aber mächtig" war sein einziger Kommentar und als der Fisch in die Nähe des Keschers kam zeigte sich dann auch warum es denn so gezogen hatte. Eine sehr prächtige Forelle kam da zum Vorschein. Also Anglerlatein hin oder her, eine solch grosse Forelle hab ich bis dahin nicht gesehen. Peter grinste im Kreis vor Stolz. Maeva wollte dann auch dabei sein , wenn die Forelle ausgenommen wurde.
Überhaupt keine Scheu vor dem glitschigen Tier machte sie sich auf und nahm das Prachtstück in die Hand für ein Foto.





Dann wurde es etwas ruhiger im Wasser, sprich es biss keiner mehr an. Die Tageszeit war eigentlich auch nicht mehr nach grossem Anglerglück und so wechselten wir einmal mehr das Gewässer. Hier fing Peter dann noch eine Forelle, diesmal aber eine der normalen Grösse. Irgendwie wirkte diese gegen die andere dann doch etwas mickrig. Eine Möwe beobachtete das Treiben sehr sorgfältig und traute sich dann doch sehr nahe, als ich die Fische ausnahm. Ihr Mut wurde mit leckeren Fischinnereien belohnt.
Dummerweise war es an diesem Tag ziemlich kalt. Es schneite sogar zwischendurch etwas. Umso erstaunter war ich über Maevas Standhaftigkeit. Sie trotze dem Wetter und wollte auch ein wenig in Opas Fußstapfen treten um auch einen eigenen Fisch haben, leider ohne Erfolg.
Als Trost kam die prächtige Forelle und ihre kleine Schwester dann zu uns in die Kühltruhe.
Es war wieder mal schön, unsere Familie zu Gast zu haben. Besonders haben wir uns gefreut, das Schwiegervater solch einen Gefallen an Schweden gefunden hat.



Das wir Familienzuwachs bekommen haben habe ich ja bereits angekündigt.

Was denn, fragt ihr euch sicher. Miriam und Frank haben kein Wort darüber verloren. Nun es ist ja auch ein Zuwachs der besonderen Art. Weniger aus Fleisch und Blut, mehr so aus stabilem Gummi und Holz.
Bei einem Gespräch vor etwas längerer Zeit erzählte ich Andrea und Petra von meinen Zielen in Schweden. Meine Planung für die nächsten 10 Jahre und was ich in diesen ungefähr erreichen möchte. Unter anderem ist es ein Ziel, ein eigenes Boot, unabhängig von der Größe, zu besitzen um damit ein wenig auf den wunderschönen Wasserwegen Schwedens mit Miriam und Maeva zu fahren.
>> Wir haben doch noch ..... Warte mal... Ja! Das kannst Du haben << sagte Petra. Und schwupps hatte ich ein Boot gratis bekommen. Dieses Gummiboot ist geeignet für 4 Erwachsene und 1 Kind ( bereits getestet ) und ist ungefähr von der Bauart wie die Rettungsdienste DRLG usw haben. Der Boden ist aus stabilen Holzplatten und für die Befestigung eines Aussenbordmotors ist es mit einer Holzrückwand ausgestattet.
Ausgepackt, gereinigt, von der hässlichen deutschen Registriernummer befreit und auf dichtigkeit getestet, war ich nun ganz heiß darauf einen Motor zu ersteigern. Am liebsten auf die gleiche Art wie das Boot dachte ich mir, aber der Zahn wurde mir schnell gezogen.
Als ich im Bekanntenkreis herumgefragt hatte, ob irgendwo ein Motor in einem Keller seinen Dornröschenschlaf hält und ich überall nur Verneinungen bekam, machte ich mich daran in blocket ( dem schwedischem EBAY )zu stöbern.
Parallel wurden mir von Freunden und Bekannten, die mein Elend nicht weiter mit ansehen wollten, ebenfalls Annoncen und Zeitungsartikel mit Motoren der unterschiedlichsten Stärken in den Briefkasten geworfen oder persönlich überrreicht. Wirklich lieb!
Dann fand ich einen Motor der von Größe und Preis genau zum Boot und Budget passt. Angerufen.... kann ich morgen?? ok .. bis dann!
Am nächsten Tag holte ich den Motor ab und erfreute mich das der Besitzer noch mal einiges vom Preis abliess. Hatte er doch in der Annonce von einem gewarteten Motor geschrieben und die Wartung irgendwie nicht mehr geschafft. Ich machte die Wartungsarbeiten ( Ölwechsel, fetten, schmieren, Vergaser reinigen usw. ) dann selber und freute mich über den guten Zstand des Motors und darüber, das er beim ersten ziehen am Startseil direkt ansprangt und genüsslich vor sich hintuckerte.
Tags drauf lud ich Familie, Boot und Motor ins Auto ( passt alles in den Twingo!) und ab nach Kollandsö einer Halbinsel im Vännern. Hier setzten wir das Boot zu Wasser und erfreuten uns am plätschern und der genüsslichen Fahrt. Die 7 ganzen und das halbe Pferd, das unter der Haube arbeiten, bringen das Boot mit Familie und Proviant im Standgas auf 6 km/h ( mit GPS gemessen ).
Wir fuhren ca. 3 Stunden auf den Wasserwegen und hatten einen Baggerspaß. Maeva machte das kleine Kapitänspatent. Ich zeigt ihr, wie das Boot zu steuern ist und sie machte sich eifrig daran uns durchzuschaukeln.




Besonders der Gasgriff hat es ihr angetan, geht das Boot doch so schön ab wenn mal den Pferden etwas mehr Hafer bietet. Als wir dann wieder am Bootshafen ankamen wollte ich den Motor noch einmal unter Vollast testen. Miri und Maeva stiegen aus und ich gab den Gäulen die Sporen. Immerhin katapultieren sie den Pott dann auf knappe 30 Sachen unter Vollgas, auch wenn man dann von Gemütlichkeit nicht wirklich sprechen kann.
Mittlerweile haben wir einige Stunden auf dem Wasser verbracht und sind wirklich happy über den Zuwachs in der Familie. Können wir doch in ihm wieder einige Zeit mehr zusammen verbringen (einer unserer höchsten Ziele in Schweden).



Petra ist ja eine eifrige Buchautorin, das ist ja hinlänglig bekannt. Wie viel Arbeit ein solches Buch macht, war mir bis dato nicht klar.
Sie befasst sich seit langem damit, welche Vorraussetzungen und Fähigkeiten man mitbringen sollte, wenn man sich eine Immobilie in Schweden zulegen möchte.
In ihrem neuen Buch

>>Mein Haus in Schweden<<

gibt sie ihr ganzes Wissen preis, das den zukünftigen Käufer mit der Thematik vertraut macht und wertvolle Tipps mit auf den Weg gibt. Sie beschreibt in aufeinander aufbauenden Kapiteln wie man sich richtig eine Immobilie sucht, den Weg von der Besichtigung bis zum Maklertermin und Bankangelegenheiten über die praktischen Tipps zur Feststellung (hoffentlich nicht auftretender ) Mängel und wie diese Vertraglich abgesichert werden können.
Zu viel möchte ich hier nicht preis geben, soll es sich doch lohnen das Buch zu lesen. Ich durfte es probelesen und habe unheimlich viele wertvolle Tipps erfahren, die ich allein sicherlich nicht bedacht hätte.
Mein Bescheidener Anteil am Buch war es dann, das Cover zu designen. Ich hoffe es gefällt!

Bestellen kann man es hier!



Zm ersten... zum zweiten.... und.......

Das kennt wohl jeder! Eine schwedische Auktion hat aber dennoch ihren besonderen Reiz.
Wir fuhren mit Petra und Andrea zu einer Auktion um dort einmal das Kaufverhalten der schwedischen Bevölerung zu Gesich zu bekommen.
Wer in diesem Artikel nun Lästerrei und Verulkung erwartet, wird bitter enttäuscht.
Auf einem Bauernhof in der Nähe von Grästorp trudelten wir gegen 10 Uhr ein um dann eine Stunde lang alle Güter die zur Auktion standen begutachten zu können.
Eine Auktion ist bei den Schweden mehr als nur ein Verkaufstag, es gleicht eher einem Familienfest. So kamen hunderte Menschen um dem regen Treiben beizuwohnen.
Draussen standen mehrere Anhänger gefüllt mit allerlei sinnvollem und sinnlosen Zeugs. Vom gebrauchtem BH Größe doppel F ( war am überlegen ob ich mir die als Hut mitnehmen sollte) über Fahräder und Maschinen, Geschirr und Kinderspielzeug bis zu Möbeln und Trödel aller Art wurde einem alles geboten.
Gegen 11 Uhr kam dann eine Schar Männer nach draussen um dort völlin unkompliziert mit der Auktion zu beginnen. Eine kleine Treppe als Bühne und ein Spazierstock als Hammer umfunktioniert ging es zur Sache. Die Leute kauften und boten mal mehr, mal weniger. Etwas erschrocken waren wir dann aber bei einigen Teilen dann doch.
So gab es zum Beispiel ein Sofa edelster Handarbeitskunst im Rokokostil. Edelste Schnitzereien und feinster roter Plüschstoff. Das Ding war in einem sehr gutem Zustand. Und nur Interessehalber stellten wir uns in der Nähe dieses Möbelstücks auf um zu sehen wieviele hunderte Euros den Besitzer wechselten. Ich tippte auf mindestens 500 Euros.
Wie wir, standen dann einige Leute in der Nähe des Sofas als es darum ging zu bieten.
Aber .... was... warum... steigert denn niemand. Startgebot? Fehlanzeige. Der Auktionator geht Schritt für Schritt niedriger mit dem Mindestgebot. 1000....500.....100....50?. Da kommt einer und zeigt auf. Nun aber denke ich mir, ist eine Auktion doch auch etwas Pokern. Nichts... kein weiteres Gebot.
Da wird dieses herliche Möbelstück für 50 Kronen ( ca. 5,50 ? ) verkauft. Miri und ich schauen uns völlig verdattert an. Als dann das Welt-hässlichste Ölbild in einem schäbigem Rahem für 1600 Kronen verkauft wird, sind wir am Ende.
Versteh mir einer diese Menschen!.
Wir wahren dann ziemlich happy, das wir einen küschenschrank älteren Baujahrs und einen Tisch für zusammen 170 Kronen ersteigert hatten. Der Schrank wird neu aufarbeitet und im Landhausstil gefertigt. Der Tisch steht mittlerweile in der Wohnung.

Hätten wir Platz für das Sofa gehabt, stände dies nun auch bei uns.... 5 Euro?! pah!


Zwei Wochen nach Ostern kamen dann Hans und Rosi zu Besuch. Mit dabei war Rosis Schwester. Sie waren zum ersten mal in unserem Dorf, obwohl witzigerweise Hans Bruder im Nachbardorf wohnt. Sie wollten auf jeden Fall einmal die Massen an Kranichen sehen. Dummerweise war die Natur dieses Jahr auch hier in Schweden weit vorraus und somit waren beinahe alle Kraniche schon verpaart und auf dem Weg zu den Sommerplätzen. Immerhin konnten wir dann noch knapp 100 Vögel vorweisen. Wir gingen eine riesige Runde spatzieren um den Borkenern die unberührte Natur in unserer Gegend zu zeigen. Abends bei einem Gläschen Wein schwärmten wir dann noch von den erlebten Eindrücken. Leider mussten sie am nächsten Tag wieder abreisen, so das uns nur wenig Zeit blieb. Kurz aber intensiv, so waren die Stunden mit unseren deutschen Freunden. Wir freuen uns schon auf den Sommer, wo wir sicherlich einen Gegenbesuch in deren schwedischen Sommerhaus abstatten werden.





Soooooo. Das war dann wohl mit Abstand der längste Artikel den ich bisher geschrieben habe. Ich hoffe, ihr seid nicht eingeschlafen!

Ab sofort werden wir wieder mehr von uns hören lassen.

INTERNET!!!



Sorry für die lange Wartezeit. Aber leider hat das mit dem Internetzugang beinahe so lange wie bei der Telekom gedauert. Dafür haben wir nun ne flotte Leitung!

Ist heftig viel passiert in den letzten Wochen ... ich entscheide mich deshalb dafür einen ewiglangen Post zu schreiben und euch einen Überblick der Geschehnisse der letzten Wochen zu geben.... es lohnt sich bestimmt, etwas länger zu lesen.

Es wird mit dem Rekord der Kraniche beginnen über die Osterfeier und vom Fischen sowie einem Neuzugang in der Familie berichte ich danach. Wie ein Buch entsteht und wie die Schweden einen Auktionstag gestalten erfahrt ihr dann. Über den Besuch unserer deutschen Freunde berichte ich dann zum Schluss.

Also tief durchatmen und die Augen geputzt, nun kommt mit Abstand der längste Artikel.....

Viel Vergnügen

Montag, März 19, 2007

Bilderprobleme

Die Bilderprobleme der letzten Tage sind nun behoben.

Ich werde mich auf Dauer nach einem anderem Anbieter umschauen,da das Bilderhochladen nun wesentlich erschwert wurde.

bis dahin gibts den blog wie gewohnt.

Frank

Freitag, März 16, 2007

Solnedgang

Das a in Solnedgang wird mit dem berühmten a mit Kringel geschrieben. dummerweise kan man das hier nicht abbilden.....

Das ist das schwedische Wort für einen Sonnenuntergang.

Und bei schönem Wetter sieht der dann aus unserem Wohnzimmer so aus.....



Nett oder?